Mi 24.05.2017 - Uni und Museum Hildesheim bauen "Wissensspeicher Musik" auf

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum und die Universität wollen ein gemeinsames Musik- und Klang-Archiv einrichten.

Im künftigen "Wissensspeicher Musik" sollen Tausende Ausstellungsstücke, Musikinstrumente und Tonträger gesammelt und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, wie die Hochschule mitteilte. Bislang würden die Exponate und Sammlungen verstreut und unsortiert aufbewahrt. Allein das "Center for World Music" an der Universität Hildesheim verfügt über das "Music of Man Archive" mit 45.000 Tonträgern und 1.000 Musikinstrumenten, eine 4.500 Objekte umfassende Musikinstrumenten-Sammlung aus Beständen des Privatsammlers Rolf Irle und die CD-Sammlung des Algeriers Hamid Ouamara mit Aufnahmen aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten.

Das älteste Instrument im "Center for World Music" ist etwa 2.400 Jahre alt, das längste ist eine knapp fünf Meter lange Trompete aus hauchdünnem Kupferblech. Zu den Objekten gehören auch eine besondere Balalaika aus Russland, ein Musikbogen (Waji) aus Afghanistan, eine Sitar aus Indien und ein "Lamellophon" aus Mali, das aus plattgeschlagenen Speichen von Fahrrädern und einer Konservendose gefertigt wurde.

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum besitzt eine ethnologische und musikethnologische Sammlung mit rund 14.000 Objekten, unter denen sich auch zahlreiche Instrumente befinden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördere den "Wissensspeicher Musik" für die nächsten drei Jahre mit insgesamt 500.000 Euro, sagte eine Uni-Sprecherin auf Anfrage.