Di 05.09.2017 - Freie Szene will Einnahmen aus der CityTax

Berliner Künstler fordern eine drastische Erhöhung des Etats für die Freie Szene.

Das Geld müsse aus der sogenannten CityTax kommen, die pro Jahr 45 Millionen Euro einbringe. Eine Koalition der Freien Szene, bestehend aus selbständigen Künstlern aller Sparten, äußerte sich in einem Brief an die kulturpolitischen Sprecher der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien. Gestern fand im Kulturausschuss die erste Lesung des Doppelhaushaltes 2018 / 2019 statt.

Im vorliegenden Haushaltsentwurf sieht sich die Freie Szene eklatant unterfinanziert. Nicht gesichert seien Mindestgagen bei öffentlich geförderten Projekten sowie Ausstellungshonorare bei landeseigenen Institutionen, heißt es. Gefordert wird in dem Brief ein gemeinsames Vorgehen von Politik, Verwaltung und Künstlern, etwa bei der Erschließung neuer Orte für die Freie Szene. Weiter heißt es, der Entwurf setze falsche Schwerpunkte auf Präsentation und Event, statt die künstlerische  Produktion zu stärken. Zudem fehlten spartenspezifische Infrastrukturprogramme.

Die Koalition der Freien Szene hatte im vergangenen Jahr ein 11-Punkte-Forderungsprogramm aufgestellt, an dem sie nun den geplanten Kulturhaushalt misst.