Mo 04.12.2017 - Keine Sanierung der Komischen Oper bei laufendem Betrieb

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer lehnt eine Sanierung der Komischen Oper Berlin bei laufendem Betrieb ab. Das werde nicht funktionieren, das sei nicht machbar.

Der Linken-Politiker sagte heute im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses, es sei klar, dass als Ausweichquartier das Schiller Theater in Charlottenburg genutzt werden müsse. Die Frage sei lediglich, ob ausschließlich.

Intendant Barrie Kosky hatte erklärt, ein Umzug der Komischen Oper ins Schiller Theater – wie es zuvor die Staatsoper während ihrer Sanierungszeit gemacht hatte – wäre der "Todesstoß" für sein Haus. Lederer sagte, er stehe mit Kosky im Gespräch. Er selbst sei "total aufgeschlossen" für Alternativen.

Die Staatsoper Unter den Linden hatte zu Beginn ihrer Spielzeit im Westen stark unter einem Rückgang der Zuschauerzahlen gelitten. Berlin müsse sich darauf einstellen, dass auch die Übergangszeit für die Komische Oper einen großen finanziellen Aufwand bedeute, so Lederer.

Die Generalsanierung der Komischen Oper an der Behrenstraße in Mitte ist für die Zeit von 2022 bis 2027 geplant.