Fr 12.01.2018 - Europäische Ausstellung "Archaeomusica" kommt nach Brandenburg

Brandenburgs archäologisches Landesmuseum präsentiert mit der europäischen Kulturausstellung "Archaeomusica" rund 40.000 Jahre europäischer Musikgeschichte.

Das historische Paulikloster in Brandenburg an der Havel ist die fünfte und zugleich letzte Station der 2016 im schwedischen Ystad gestarteten internationalen Ausstellung. Sie war auch in Rom, im slowenischen Ljubljana und in Valladolid in Spanien zu sehen.
Vorgestellt werden rund 500 zum Teil auch spielbare Rekonstruktionen von Musikinstrumenten, die durch Medien- und Soundstationen ergänzt werden. Die Ausstellung wird am Mittwoch eröffnet und ist bis zum 27. Mai zu sehen.

Die "Archaeomusica"-Ausstellung ist der erste Beitrag des archäologischen Landesmuseums zum Europäischen Kulturerbejahr 2018.

In einer zusätzlichen Ausstellung präsentiert das Museum originale Instrumentenfunde aus neun Bundesländern. Die mehr als 70 Musikinstrumente stammen aus verschiedenen Jahrtausenden bis hin zur Neuzeit. Die ältesten in dieser Zusatzausstellung gezeigten Instrumente aus der Mittleren Steinzeit belegten, dass man bereits vor mehr als 7.000 Jahren in Mitteleuropa mit Schwirrhölzern und Schneckenhäusern Geräusche und Klänge zu erzeugen wusste, hieß es. Weitere Highlights seien tönerne Rasseln und Trommeln aus der Jungsteinzeit, "imposante Hörner und formschöne Rasselbleche aus der Bronzezeit" und die ältesten bekannten Exemplare einer Holzblockflöte und einer Leier nördlich der Alpen.