Mo 12.03.2018 - Malerin und Schriftstellerin Sarah Haffner gestorben

Die Tochter des berühmten Historikers Sebastian Haffner starb am Sonntag im Alter von 78 Jahren in einem Dresdner Pflegeheim. Das hat die Familie der Künstlerin bestätigt.  

Sarah Haffner wurde in Cambridge in England geboren und zog 1954 mit ihrer Familie nach Deutschland um. Mit 17 Jahren begann sie ihr Kunststudium an der Hochschule der Künste (HdK) Berlin, das sie nach jahrelanger Unterbrechung 1973 abschloss. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Bildende Künstlerin und Autorin war Sarah Haffner an verschiedenen Hochschulen als Dozentin tätig. Ihr Engagement in der Neuen Deutschen Frauenbewegung mündete 1975 in ihre Fernsehdokumentation "Schreien nützt nichts" über Brutalität in der Ehe. Der Dokumentarfilm führte zur Finanzierung des bundesweit ersten Frauenhauses in Berlin, in dem Haffner ein halbes Jahr lang ehrenamtlich arbeitete.

Sarah Haffners künstlerisches Spektrum umfasst Porträts, Stillleben, Landschaften und Stadtansichten. Ihre letzte Einzelausstellung hatte sie 2015 in der Galerie in der Kunststiftung Poll, Berlin.

Die Künstlerin lebte und arbeitete im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Die letzten Monate ihres Lebens verbrachte sie in Dresden, wo ihr Sohn David Brandt als Fotograf lebt und arbeitet.