Chris Dercon © Gregor Baron
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Mo 16.04.2018 - Dercon-Nachfolge braucht Zeit

Die Berliner Volksbühne muss sich nach der Trennung von Dercon auf eine lange Hängepartie einstellen.

Im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses fand Kultursenator Lederer heute Unterstützung für seinen Kurs, die Nachfolge in aller Ruhe zu klären. Nach Darstellung Lederers war die Trennung unvermeidbar. Es habe schon im
November Anzeichen gegeben, dass Dercons Konzept finanziell nicht aufgehe.

Vertreter der Opposition gaben Regierungschef Müller, dem früheren Kulturstaatssekretär Renner und Lederer eine Mitschuld an dem Debakel. Der CDU-Abgeordnete Juhnke sagte, es sei von Seiten der Exekutive alles getan worden, dass das Konzept Dercons scheitere.

Der Interims-Chef der Volksbühne, Dörr, sagte der Süddeutschen Zeitung, potenzielle Intendanten stünden nicht Schlange. Kultursenator Lederer müsse nun entscheiden, ob die Aufgabe von einer oder mehreren Personen übernommen werden solle. Angesichts der Bedeutung der Ära Frank Castorfs halte er es fast für ausgeschlossen, dass ein einzelner Intendant das schaffen könne.