Di 15.05.2018 - Georg-Dehio-Buchpreis 2018 geht an Autoren aus Bosnien und Litauen

Die Schriftsteller Miljenko Jergovic und Alvydas Slepikas erhalten die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 10. Oktober in Berlin, wie das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam mitteilte.

Der kroatisch schreibende Bosnier Jergovic werde für sein episches Werk über die kulturelle Vielschichtigkeit Südosteuropas mit dem Hauptpreis und der Litauer Slepikas für seinen Roman "Mein Name ist Maryte" mit dem Förderpreis geehrt. Jergovic lenke mit seinem Werk den Blick auf die kulturelle Vielfalt namentlich in den Regionen des ehemaligen Jugoslawiens.

Slepikas greife in seinem Roman, einer Geschichte über die eltern- und heimatlosen sogenannten Wolfskinder des Zweiten Weltkriegs aus Ostpreußen, ein weiterhin aktuelles und zugleich wenig bekanntes Thema auf und habe so in Litauen eine wichtige Diskussion ausgelöst. Ausgezeichnet werden zudem die jeweiligen Übersetzer der Werke, Brigitte Döbert und Markus Roduner.

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa verleiht den Georg-Dehio-Buchpreis im Herbst zum achten Mal. Mit der von Kulturstaatsministerin Grütters dotierten Auszeichnung werden Autorinnen und Autoren geehrt, die sich in ihren Werken fundiert und differenziert mit den Traditionen und Wechselbeziehungen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa auseinandersetzen.