Die Schriftstellerin Terézia Mora zu Gast im kulturradio; Foto: gb

Di 03.07.2018 - Terézia Mora bekommt den Georg-Büchner-Preis 2018

Der renommierteste deutsche Literaturpreis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Terézia Mora. Die Büchner-Preis-Jury würdigt ihre "eminente Gegenwärtigkeit".

Das gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung heute in Darmstadt bekannt. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

Terézia Mora bekommt die Auszeichnung für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint, heißt es in der Begründung der Jury. In ihren Romanen und Erzählungen widme sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche. Schonungslos nehme sie die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lote die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus. Dies geschehe suggestiv, kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen.

Mora wurde 1971 in Ungarn geboren und wuchs zweisprachig auf. Seit 1990 lebt sie in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" bekam sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Sie erhielt auch eine Reihe anderer Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis (1999).

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergibt den Georg-Büchner-Preis seit 1951. Zu den Preisträgern gehören Max Frisch und Günter Grass sowie zuletzt Jürgen Becker, Rainald Goetz, Marcel Beyer und Jan Wagner.

Die Auszeichnung wird am 27. Oktober in Darmstadt verliehen.