Fr 10.08.2018 - Forscher bereiten Holocaust-Dokumente neu auf

Ein internationales Forscherteam will untersuchen, wie im digitalen Zeitalter Dokumente zum Holocaust erschlossen werden können. Das teilte die Universität Gießen mit.

Im Zentrum des Projekts stehen die Filme, die die Alliierten in befreiten Konzentrationslagern und anderen Stätten nationalsozialistischer Verbrechen anfertigten.

Diese auf Archive in den USA, Großbritannien, Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion verstreuten Filmdokumente würden erstmals zusammengeführt, nach neuesten Kriterien digitalisiert, analysiert und erschlossen. Anschließend sollen sie mit Fotografien, Schriftstücken, Interviews mit Überlebenden, Kameraleuten und anderen Zeugen sowie mit später produzierten Filmen verknüpft werden.

An dem EU-Projekt sind österreichische, deutsche, israelische, französische und amerikanische Forschungseinrichtungen, Museen, Gedenkstätten und Technologieentwickler beteiligt. Das Projekt "Visuelle Geschichte des Holocaust: Kuratieren im digitalen Zeitalter" wird von der EU mit rund fünf Millionen Euro gefördert. Start ist im Januar 2019.