Horst Bosetzky © dpa-Zentralbild/Jens Kalaene
Bild: dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Mo 17.09.2018 - Horst Bosetzky ist tot

Der bekannte Berliner Schriftsteller starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren, wie der Jaron Verlag mitteilte.

Unter dem Pseudonym -ky wurde er in den 1970er-Jahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren der Zeit und galt als Vertreter eines betont gesellschaftskritischen "Soziokrimis". Einige seiner Romane wurden verfilmt (so "Ein Reihenhaus für Robin Hood" ).
Eine Spezialität Bonetzkys waren Romane, in denen er authentische Kriminalfälle verarbeitete, wie in "Der kalte Engel", 2002, oder "Der Teufel von Köpenick", 2009.  

Horst Bosetzky wurde am 1. Februar 1938 in Berlin geboren. Er wuchs in Neukölln auf. Nach Studium und Promotion lehrte er von 1973 bis 2000 als Professor für Soziologie an der Berliner Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege. Der breiten Öffentlichkeit aber wurde er vor allem als Unterhaltungsautor bekannt.

Neben rund 60 Krimis veröffentlichte Bosetzky Romane in anderen Genres. Seinen größten Erfolg feierte er mit seinem autobiografisch gefärbten Roman "Brennholz für Kartoffelschalen" (1995), dem weitere Familienromane sowie historische Romane mit Bezügen zu seiner Heimatstadt folgten.

Von 1991 bis 2001 war Bosetzky Vorsitzender und Sprecher des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren. Ebenso gehörte er 2002 zu den Gründungsmitgliedern des bundesweiten Autorenkreises Historischer Roman Quo Vadis.