Fr 12.10.2018 - Berlin erwartet 40.000 Teilnehmer bei Demo für offene Gesellschaft

Unter dem Motto "#unteilbar - Solidarität statt Ausgrenzung" rufen zahlreiche Institutionen und Prominente dazu auf, am 13. Oktober in Berlin gegen Rassismus, Ausgrenzung und den Rechtsruck in der Gesellschaft zu demonstrieren.

Unterzeichnet wurde der Aufruf mehr als viereinhalbtausend Organisationen und Einzelpersonen, darunter dem Schauspieler Benno Fürmann, dem Satiriker Jan Böhmermann, der Schriftstellerin Eva Menasse, der Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan, Pro Asyl, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Amnesty International oder Bands wie "Die Ärzte" oder "Die Sterne".

In dem Aufruf heißt es, es finde eine dramatische politische Verschiebung statt. Rassismus und Menschenverachtung würden gesellschaftsfähig. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat würden offen angegriffen. Es sei ein Angriff, der uns allen gälte, warnen die Unterzeichner.

Unterstützt wird der Aufruf zur Demonstration auch von dem kirchlichen Hilfswerk Brot für die Welt und der Diakonie Deutschland.

Die Demonstration soll nach einer Auftaktkundgebung auf dem Alexanderplatz über den Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor zur Siegessäule führen. Als Redner und Rednerinnen werden unter anderem Ulrich Schneider, Amnesty-Generalsekretär Markus Beeko, die Publizistin Ferda Ataman, Streikende von Ryanair, die Berliner evangelische Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein und Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus angekündigt. Musik gibt es unter anderem von Konstantin Wecker und Herbert Grönemeyer.

Das gleichnamige Bündnis #unteilbar als Veranstalter rechnet mit bis zu 40.000 Teilnehmern.