Mo 08.10.2018 - Jüdischer Zukunftskongress mit neuem Kunstpreis

Der Dagesh-Kunstpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und geht an das multimediale "Open Closed Open" Projekt der jüdischen Künstler Liat Grayver, Yair Kira und Amir Shpilman.

Dabei können Gäste mit einem Roboter zusammenarbeiten und hebräische Buchstaben auf eine Sandfläche schreiben, die immer wieder verweht werden. Dies spiegele "gegenwärtige Erfahrungen des Jüdisch-Seins, die Fluidität von Identitäten und Identitätskonstruktionen sowie die Vergänglichkeit von Erinnerung" wider, hieß es. Das "Open Closed Open" sei eine poetische, subtile und komplexe multimediale Installation, die als vielschichtige Metapher für jüdische Identität fungiere und philosophische Fragen aufwerfe, erklärte das Kuratoriumsmitglied Arnold Dreyblatt. Das Projekt biete "vielfältige Antworten auf die Frage, was es heute bedeutet, Jude oder Jüdin zu sein".

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk vergibt den Preis gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Berlin auf dem Jüdischen Zukunftskongress, der vom 5. bis zum 11. November stattfindet.