Do 11.10.2018 - Victoria-Albert-Museum in London eröffnet neues Fotografie-Zentrum

Anhand von rund 600 Exponaten aus einem Archivbestand von mehr als 800.000 wird in wechselnden Ausstellungen die Geschichte der Fotografie und ihrer technischen Fortentwicklung erzählt.

Das Zentrum wurde von Herzogin Kate, der Schirmherrin des Museums, eingeweiht. Das 1852 gegründete Victoria-Albert-Museum verfügt über eines der größten Fotoarchive der Welt. Das Museum habe die Fotografie bereits eine Dekade nach ihren Anfängen 1839 als gleichwertige Kunstform anerkannt, sagte Museumsdirektor Tristram Hunt. "Im Zeitalter des Smartphone erzählen wir die Geschichte der Fotografie auf eine neue, fesselnde Art."

In der Eröffnungsausstellung "Fotografie sammeln: Von Daguerreotypie bis Digital" können die Gäste rund 150 Kameras von damals bis heute bestaunen, die technische Entwicklung des Mediums nachvollziehen und Serien berühmter Fotografinnen und Fotografen betrachten. Einen zeitgenössischen Aspekt erhält das Zentrum durch Schenkungen der Familie von Ex-Beatle Paul McCartney. Neben Familien-und Naturfotos sind Porträtaufnahmen der Beatles, der Rolling Stones und von Jimi Hendrix zu sehen, die McCartneys 1998 verstorbene Frau Linda schuf. McCartneys Tochter Mary, selbst erfolgreiche Fotografin, spendete 14 Schnappschüsse aus dem Leben einer Ballerina hinter den Kulissen.

Als Star der Schau gilt der deutsche Fotokünstler Thomas Ruff, der im Auftrag des Museums alte Papiernegative von architektonischen-und Landschaftsaufnahmen aus Indien und Myanmar  einer "digitalen Neu-Interpretation" unterzog.