Do 06.12.2018 - Autoren und Buchhandel fordern bessere Leseförderung

"Jedes Kind muss lesen lernen!" - diese Forderung haben mehr als 110.000 Menschen unterschrieben. Die Petition wurde heute Bundesbildungsministerin Karliczek und dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, übergeben.

Initiatoren sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das PEN-Zentrum Deutschland und die Kinderbuchautorin Kirsten Boie. Sie fordern eine feste Expertenkommission zur Lesekompetenz der Bundesregierung unter Einbeziehung der Länder, wie sie heute in Berlin erklärten. Die Kommission soll eine Strategie entwickeln, wie bestehende Projekte und neue Maßnahmen zur Leseförderung zusammengefasst und ausgebaut werden könnten.

Lesen sei eine nationale Aufgabe, betonte die Hamburger Schriftstellerin Kirsten Boie. Das Thema Lesen erscheine im Vergleich zur Digitalisierung altmodisch - dabei sei es viel fundamentaler. Alexander Skipis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels forderte, die Digitalisierung von Schulen mit wirksamen Konzepten zur Förderung der Lesefähigkeit zu begleiten. Die Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, Regula Venske, sagte, die Demokratie sei gefährdet, wenn ein beträchtlicher Teil der Menschen nur noch unzureichend lesen könne. Soziale Herkunft, ein Migrationshintergrund oder das Geschlecht dürften sich nicht negativ auf die Bildung auswirken.