Do 06.12.2018 - Rückgabe von Berlins "Benin-Bronzen" gefordert

Die "Benin-Bronzen", die sich in Berliner Museen befinden, sollen unverzüglich zurückgegeben werden. Das fordern die Bündnisse "Decolonize Berlin" und "No Humboldt 21!" und rufen zu einer Kundgebung auf.

Die Kundgebung soll am Samstagvormittag vor dem Bode-Museum starten. Nigeria sollten unverzüglich alle Kunstwerke angeboten werden, die 1897 durch britische Truppen gestohlen und später nach Berlin verkauft worden seien, forderten die Initiativen heute.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz habe kein Recht, die Werke weiter auszustellen, die nachweislich im Rahmen von Kriegsverbrechen geplündert wurden, hieß es weiter.

Ausgelöst hatte die Debatter der französische Präsident Emmanuel Macron. Er hatte Ende November angekündigt, 26 von französischen Kolonialtruppen geraubte Objekte an die westafrikanische Republik Benin zurückzugeben. Die Bundesrepublik Deutschland und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz dürften sich der französischen Initiative nicht länger verschließen, hieß es nun von den beiden Initiativen.

Die weltbekannten afrikanischen Bronzen wurden ab 1288 angefertigt. Sie schmückten den königlichen Palast des Königreichs Benin im heutigen Nigeria. Während der britischen Kolonialzeit, die bis 1960 dauerte, wurden mehr als 3.000 Bronzen außer Landes gebracht und von Sammlern und Museen in aller Welt erworben.