Do 17.01.2019 - Bonner Frauenmuseum feiert seine Rettung

Der Trägerverein "Stiftung sichere Zukunft - Museum der Frauen gGmbH" erwarb das Museumsgebäude und konnte damit eine drohende Schließung abwenden.

"Das Frauenmuseum ist unser", sagte Museumsdirektorin Marianne Pitzen. Der Kaufpreis für das städtische Gebäude in Höhe von 510.000 Euro sei durch Spenden aufgebracht worden. Dem weltweit ersten Frauenmuseum hatte das Aus gedroht, weil die Stadt Bonn ihre Förderung in Höhe von 120.000 Euro zum Jahresanfang eingestellt hatte. Durch den Erwerb des Gebäudes spart das Frauenmuseum die jährlichen Mietkosten, die laut Pitzen inklusive Nebenkosten ebenfalls 120.000 Euro betrugen. Seine eigentliche Arbeit finanziere das Museum durch Eigeneinnahmen sowie Förder- und Sponsorengelder und komme damit auf einen Jahresetat zwischen 200.000 und 400.000 Euro.

Das Frauenmuseum wurde 1981 im Gebäude eines ehemaligen Kaufhauses gegründet, das seitdem mehrfach mit Landesmitteln renoviert wurde. Die Stadt Bonn hatte ursprünglich geplant, das Haus zu verkaufen. Allerdings hatten sich interessierte Investoren laut Pitzen zurückgezogen, nachdem bekannt wurde, dass der Bebauungsplan eine kulturelle Nutzung des Gebäudes vorschreibt. Das Haus ist weltweit Vorbild für zahlreiche Frauenmuseen. Die International Association of Women in Museum hat ihren Sitz im Bonner Frauenmuseum.