Fr 11.01.2019 - Großer Zulauf bei Liebknecht-Luxemburg-Demonstration erwartet

Am Sonntag findet in Berlin die jährliche Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung rechnet damit, dass die geplante Demonstration 100 Jahre nach der KPD-Gründung, dem gewaltsamen Januaraufstand und der Gründung der Weimarer Republik besondere Aufmerksamkeit finden werde.

Das führe zum Teil zu "unkritischen Perspektiven", hieß es dazu weiter. Die Stiftung warnte vor einer "Romantisierung kommunistischer Politik sowohl in der Frühphase als auch im weiteren Verlauf der Weimarer Republik" und warb "für einen differenzierten und kritischen Umgang mit den beiden Symbolfiguren der Revolution, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht".

Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration findet alljährlich zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 in Berlin ermordeten Mitbegründer der KPD, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, statt.

Im vergangenen Jahr zog sie 14.000 Teilnehmer aus dem linken Spektrum an, darunter viele ehemalige DDR-Kader. Die Großdemonstration endet traditionell an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Seit 2006 erinnert ein Gedenkstein am Rande der Gedenkstätte an die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion und DDR.