Mo 11.02.2019 - Robert Ryman ist tot

Der Maler gehörte mit seinen meist weißen, quadratischen Gemälden zu den wichtigen Vertretern des Minimalismus.

Der in Nashville im Staat Tennessee geborene Ryman war eigentlich Jazz-Musiker und fand im Museum of Modern Art (MoMA) zur Kunst, wo er als Aufseher arbeitete. Beeinflusst von Malern wie Henri Matisse, Mark Rothko und Piet Mondrian experimentierte er ab Mitte der 1950er Jahre selbst mit der Malerei und widmete sich der Kunst bald ganz.

Nach seiner ersten Einzelausstellung im Jahr 1967 wurden seine Arbeiten insgesamt in über 100 Solo-Schauen in zwölf Ländern gezeigt. 1993 zeigte das MoMA eine große Ryman-Retrospektive - genau 40 Jahre, nachdem er dort als Aufseher eingestellt wurde. Die Schau gastierte auch in der Londoner Tate Gallery, in der Reina Sofia in Madrid sowie in San Francisco und Minneapolis. Bei der documenta in Kassel waren Rymans Arbeiten in den Jahren 1972, 1977 und 1982 zu sehen, zudem auf der Biennale in Venedig im Jahr 1976.

Im Jahr 2007 sagte Ryman: "Der wahre Zweck der Malerei ist, Vergnügen zu bereiten. Das ist wirklich der eigentliche Grund." Die Galerie Pace bestätigte den Tod Rymans, der laut "New York Times" am Freitag im Alter von 88 Jahren in seinem Zuhause in New York starb.