Irrungen, Wirrungen

Buchcover Irrungen, Wirrungen
Reclam

Roman - Irrungen, Wirrungen

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Die Geschichte einer Liebe, die an den Standesschranken der preußischen Gesellschaft scheitert. Obwohl sich Baron Offizier Botho von Rienäcker und Schneidermamsell Magdalene Nimptsch aufrichtig zugetan sind, kann es für sie keine gemeinsame Zukunft geben.

Engelsfigur in der Etziner Kirche - rbb
rbb

Etzin

Bäuerlich bescheiden und doch ein Ort mit "historischem Sinn" - so beschreibt Fontane Etzin und seine Kirche.

Gedenktafel in Hankels Ablage
rbb

Zeuthen - Hankels Ablage

Eine Sommerfrische in "Hankels Ablage" am Zeuthener See inspirierte Theodor Fontane zu den letzten Kapiteln von "Irrungen Wirrungen". 

Das Ludwig-Erhard-Ufer im Berliner Regierungsviertel
picture alliance/chromorange

Berlin - Ludwig-Erhard-Ufer

Am "Kronprinzenufer" - wie es früher hieß - lässt Theodor Fontane die Familie Barby mit ihren schönen Töchtern wohnen, die Woldemar von Stechlin umwirbt. Das Haus hat eine bewegte Geschichte: Es gehört "Frau Hagelversicherungssekretär Schickedanz".

Der Ratskeller von Rheinsberg
dpa/ Peer Grimm

Rheinsberg - Ratskeller

Vor dem Schlossbesuch kommt das Essen: Theodor Fontane macht in dem "reizend gelegenen Gasthof" Pause und verspeist ein "solennes Frühstück".

Schloss Teupitz - Farblithographie um 1860
picture-alliance / akg

Teupitzer See

Lange bevor Berlin "arm aber sexy" war, sucht Theodor Fontane in Teupitz "das Ideal der Armut".

Einzug der napoleonischen Truppen in Berlin 1806 (Lithographie)
picture alliance/Leemage

Berlin - Leipziger Straße

Die historische Kulisse für "Vor dem Sturm" sind die Befreiungskriege gegen Napoleon. Fontane beschreibt eindrucksvoll, wie diese Kämpfe das Berliner Stadtbild prägten.

Deckenmalerie in der Kirche Falkenrehde
rbb

Falkenrehde

Ein "lachendes Dorf" mit einer düsteren Geschichte: In der Kirche von Falkenrehde sucht Theodor Fontane nach dem Grabe eines Enthaupteten.

Bootsanlegestelle in Karwe - dpa/Peter Zimmermann
dpa/Peter Zimmermann

Karwe

Mit Genuss erzählt Fontane, wie der hiesige Gutshausbesitzer Knesebeck seine Reichtümer einmauert, um sie vor dem König zu verstecken.

Waldstraße im Menzer Forst - dpa/Jens Kalaene
dpa/Jens Kalaene

Menzer Forst

Anhand des "Menzer Forst" analysiert Fontane das Zusammenspiel von Natur und Industrialisierung. Er lässt sich aber auch die blutigen Mordgeschichten nicht entgehen.

Hanna Schygulla als Effi Briest - Verfilmng von Rainer Werner Fassbinder (1974)
picture alliance / United Archives/Roba Archiv

Berlin - Schadowstraße

Nach den stillen Tage in Kessin sehnt sich Effi Briest nach Abwechslung. Den bringt ein Besuch bei der Mutter in Berlin: Der neueste Großstadttrend sind "Bibelwitze".

Boote auf einem Kanal in Uetz
rbb

Uetz

Beim Anblick des "stillsten Dorf im ganzen Havelland" versinkt Fontane in fast meditative Beschreibungen. Dann aber schreitet er doch zur Tat und besteigt einen Kahn.

Fontane-Darsteller wandert durch Wald - rbb
rbb

Brieselang

Gemütlichkeit im Gasthaus Finkenkrug und majestätische Natur - eine Mischung ganz nach Fontanes Geschmack. Gleich mehrere Kapitel widmete er dem Forst von Brieselang.

Fontanehaus am Stechlinsee
(c) ZB - Fotoreport

Neuglobsow - Fontanehaus

Neuglobsow gilt Fontane-Forschern als Vorbild für das "Dorf Stechlin". Den Mittelpunkt des Dorflebens bildet der "Stechliner Krug" wo sich Dubslav als Kandidat für die Konservativen wählen lässt.

Luftansicht des Kloster Chorin
dpa/Patrick Pleul

Kloster Chorin

Ein reizvolles "Durcheinander von Trümmern" führt Theodor Fontane auf die Spuren der Zisterziensermönche. Das Seeufer findet er dagegen schlicht "steril".

Neugobsow: An einer Hauswand gibt Theodor Fontane einen guten Rat
(c) dpa - Report

Neuglobsow - "Villa am Stechlin"

Das "Schloss Stechlin" hat es - wie den Ort selbst - nie gegeben. Theodor Fontanes Alterswerk ist ein wehmütiger Abgesang auf die untergehende Welt des märkischen Adels.

Schloss Gusow
picture alliance/imageBROKER

Schloss Gusow

Gusow ist das Vorbild für „Schloss Guse“ in „Vor dem Sturm“. Einiges stimmt: Friedrich von Derflinger hat hier wirklich gelebt. Ob er aber wirklich „wie ein nackt Ausgeplünderter in seinem Sarge“ liegt, kann man heute nicht mehr überprüfen.

Wiese im Volkspark Hasenheide
picture alliance/dpa-Zentralbild

Berlin - Volkspark Hasenheide

High Noon in der Hasenheide: 1886 liefern sich Armand von Ardenne und Emil Hartwich hier ein Pistolenduell. Es geht um Elisabeth von Ardenne - die Fontane später als "Effi Briest" unsterblich machte.

"Fontane Apotheke" im Bethanien
picture-alliance / akg

Berlin - "Fontane Apotheke" im Bethanien

Nach den politisch bewegten Monaten im Frühjahr 1848 beginnen für Fontane die "bethanischen Tage": Er soll zwei junge Schwestern zu Apothekerinnen ausbilden.

Fontane-Büste in Bad Freienwalde - Imago/Seeliger
Imago/Seeliger

Bad Freienwalde

Freienwalde gefällt Theodor Fontane auf Anhieb. Schon die sommerliche Kutschfahrt dorthin wird zum Erlebnis.

Historische Ansicht: Blick von der Burgstraße auf die Brücke und die Nationalgalerie
picture alliance/akg-images

Berlin - Burgstraße 18

Im Herbst 1833 schickt Theodor Fontanes Vater ihn nach Berlin auf die "Klödenschen Gewerbeschule". Er wohnt in der Burgstraße bei "Onkel August" - einem schillernden Charakter.

Schloss Friedrichsfelde - picture alliance / DUMONT Bildarchiv
picture alliance / DUMONT Bildarchiv

Schloss Friedrichsfelde

Das Leben nach 1800 sei das heiterste in Friedrichsfelde gewesen, schreibt Theodor Fontane in den Wanderungen. Da kannte er freilich den Tierpark noch nicht, der heute das Schloss umgibt.

Kloster Friedland - Gerd-Ulrich Herrmann
privat / Gerd-Ulrich Herrmann

Kloster Friedland

Neben der seenreichen Landschaft bechreibt Fontane die strengen Klosterregeln, die den "um sich greifenden Sittenverfall" in Friedland stoppen sollten.

Interimswohnung der Familie Fontane - Heute Karl-Marx-Straße 94
Museum Neuruppin

Neuruppin - Wohnung der Familie Fontane

17 Mal ist Theodor Fontane in seinem Leben umgezogen. Hier hat er seine ersten Jahre verbracht, die er später als "Kinderjahre" zur Literatur macht.

Schloss Nennhausen
picture alliance / ZB

Schloss Nennhausen

Das schlicht-schöne Schloss Nennhausen soll Theodor Fontane als Vorbild für "Hohen-Cremmen" gedient haben. Hier verlebt Effi Briest sorglose Kinderjahre.

Historische Postkarte vom Tiefensee bei Werneuchen / arkivi
picture alliance / arkivi

Werneuchen

Abseits der Bahnlinie, aber trotzdem nicht aus der Welt. So beschreibt Fontane Werneuchen und spekuliert woher der Name der Stadt stammt: "Klein-Bernau = Bernäuchen, und Bernäuchen = Werneuchen"

Boltenmühle am Tornowsee- rbb
rbb

Dachsberg bei Pritzhagen

Zu Fontanes Zeit war der Dachsberg "ein Lieblingsplatz aller märkischen Touristen". Zurecht, urteilt der Dichter nach dem Besuch.

Turmspitze in Geltow - rbb
rbb

Geltow

In Geltow findet Fontane eine Idylle vor, bei der die Beschreibung der Speisen natürlich nicht fehlen darf.

Das Gutshaus Köpernitz
rbb

Köpernitz

Eine eigenwillige Frau lockt Theodor Fontane nach Köpernitz: Die Gräfin La Roche-Aymon. Sie hatte gute Beziehungen zum König - dank ihrer hausgemachten Trüffelwurst.

Das Alte Gymnasium in Neuruppin - Imago/F.Berger
Imago/F.Berger

Neuruppin - Altes Gymnasium

Nur wenige Menschen haben gute Erinnerungen an ihre Schulzeit. Theodor Fontane bildet da keine Ausnahme ...

Das Schloss Hoppenrade
Rauh | Menzel

Schloss Hoppenrade

Fontane hat Hoppenrade in "Fünf Schlösser" ein Denkmal gesetzt. 2007 kam das Schloss nochmal zu literarischem Ruhm: als Drehort für "Effi Briest".

Wuthenow bei Neuruppin, Kirche am See
picture alliance/arkivi

Wuthenow

Theodor Fontane liebt das Verwirrspiel mit Ortsnamen und Romanfiguren. Für seinen "Schach von Wuthenow" hat er einfach ein Schloss erfunden. Im Ort gibt es keines.

Altar in der Dorfkirche Gröben - imago/imagebroker
imago/imagebroker

Gröben - Dorfkirche

Das Gröbener Kirchenbuch war für Fontane eine lokalhistorische Fundgrube. Dankbar widmete er dem Ort gleich mehrere Seiten in seinen "Wanderungen".

Stadtansicht Gransee - imago/Hohlfeld
imago/Hohlfeld

Gransee - Ruppiner Tor

Gleich zwei Eingänge in die Stadt gibt es beim Ruppiner Tor. Was hat es damit auf sich? Fontane erzählt die Geschichte der "Waldemar-Tore".

Fontane-Handschrift / dpa-Zentralbild
dpa-Zentralbild

Gut Kunersdorf

Cunersdorf - "nicht zu verwechseln mit dem berühmten Schlachten-Kunersdorf" (heute Kunowice) beschreibt Fontane als einen idyllischen - beinahe langweiligen - Alterssitz für Kriegshelden

Historiendarsteller auf der Pfaueninsel
rbb

Pfaueninsel

Alchemistenzauber, improvisierte Theatervorstellungen und bester Kaffee von der launischen Inselwirtin. Die Pfaueninsel ist klein, aber für Fontane voller Geschichten.

Kutschfahrt nach Hohenvietz (Animation) - Fred Pilarski / rbb
Fred Pilarski / rbb

Schloss Reitwein

Fontanes Erstlingsroman "Vor dem Sturm" spielt in Hohenvietz. Das gibt es nicht, aber Forscher sind sich einig, dass Schloss Reitwein das Vorbild dazu war.

Historiendarsteller auf dem Schauplatz der "Schlacht von Zorndorf"
rbb

Zorndorf

Fontanes Text über Zorndorf ist pure Schlachtfeldpoesie. Aber gleichzeitig so detailgetreu, dass heute Laiendarsteller das Gefecht nach seinen Angaben nachspielen

"Gruss aus dem alten Eierhaeuschen" - Farbdruck (Postkarte), um 1905
picture-alliance / akg-images

Berlin - Eierhäuschen

Voller Erwartung nähert sich die Ausflugsgesellschaft in "Der Stechlin" der "sonderbar benamsten Spreeschönheit". Dahinter verbirgt sich dann aber doch nur ein Ausflugslokal.

Straßenschild "Großgörschenstraße"- picture alliance / dpa
picture alliance / dpa

Berlin - Großgörschenstraße

Was die "Buddenbrooks" für Lübbeck sind, das sind Fontanes "Poggenpuhls" für Berlin. Hauptschauplatz des Romans ist das Wohnhaus der Familie in der Großgörschenstraße. 

Birnbaum - Imago
Imago

Letschin - Gasthaus "Alter Fritz"

"Tschechin" nennt Fontane den Ort, in dem "Unterm Birnbaum" gemordet wird. Vorbild für den Kriminalroman war der Ort Letschin, wo Fontanes Vater auch als Apotheker gearbeitet hat.

Ausschnitt: Theodor Tour nach Radensleben
rbb

Radensleben - Gutshaus

Theodor Fontane war ein Kunstliebhaber und kommt beim Besuch von Radensleben ins Schwärmen: Rembrandt-Kopien, Neapel-Bilder, Madonnen - Seite um Seite füllt er mit Listen von Kunstwerken.

Mann auf Bank am Stechlinsee
picture alliance/dpa-Zentralbild

Stechlinsee

Der winterlich verschneite Stechlinsee bildet die Kulisse für die Annäherung zwischen Woldemar von Stechlin und den beiden Schwestern Armgard und Melusine.

Historische Postkarte aus dem Zoologischen Garten
picture alliance/arkivi

Berlin - Europacenter

Die Spuren der "Dörrschen Gärtnerei" enden ungefähr dort, wo heute das Europacenter steht. Hier beginnt der Roman "Irrungen Wirrungen".

Lithographie von Schloss Friedersdorf / Quelle: dpa
dpa/akg-images

Schloss Friedersdorf

Den Besuch auf Schloss Friedersdorf nutzt Fontane, um die Geschichte zweier Brandenburgischer Adelsfamilien zu erzählen: "von der Marwitz" und "von Görztke". 

Trachtenfest im Spreewald / dpa Zentralbild
dpa Zentralbild

Lübbenau

Bis ins letzte Detail beschreibt Theodor Fontane die Spreewaldtrachten, die er bei einem Kirchbesuch in Ruhe betrachten kann.

Scheunenwindmühle in Saalow - imago/Gueffroy
imago/Gueffroy

Saalow

In Saalow gibt es nicht viel zu sehen. Fontane dient der Ort nur als Ausgangspunkt für eine biographische Skizze: Der Bildhauer Gottfried Schadow hat hier familiäre Wurzeln.

Dorfkirche in Tramnitz - rbb
rbb

Tramnitz

In Tramnitz erzählt Fontane die Geschichte von "Tante Fiekchen", die auf ihren Kaffee nichts kommen lässt. Auch nicht, wenn sich ein Kronprinz höchstpersönlich beschwert.

Potsdamer Brücke - historische Aufnahme um 1899
picture alliance / imageBROKER

Berlin - Potsdamer Platz

Wenn der Erbonkel - "der General" - zu Besuch kommt, muss es schon was Besseres sein. Zum Beispiel ein Hotel mit Blick auf die mondäne Konditorei "Josty".

"Ruppiner Schweiz. Binenwalde" - Fotopostkarte um 1910
picture-alliance / akg-images

Binenwalde

Nicht die Bienen gaben dem Ort seinen Namen, sondern Sabine das "schöne Försterkinde von Binenwalde". Kronprinz Fritz soll mit ihr eine heimliche Affäre gehabt haben - Fontane machte sie zur Lokallegende.

Statue auf der Siegessäule Hakenberg
rbb

Hakenberg bei Fehrbellin

Als ehemaliger Kriegsberichterstatter interessiert sich Fontane natürlich für die Schlacht von Fehrbellin "die vor beinahe zwei Jahrhunderten den Grund zu der Selbständigkeit und Größe unserer Monarchie legte".

Julia Jentsch als Effi Briest (Mitte) - in der Verfilmung EFFI von 2008
picture alliance/Everett Collection

Berlin - Keithstraße

Keithstraße 1c, in dieser Adresse bündeln sich Effi Briests' Hoffnungen auf ein neues Leben: Eine Wohnung im Grünen. Man kann "den Finkenschlag aus dem Tiergarten hören und die Papageien aus dem Zoologischen."

Historrische Stadtansicht von Mittenwalde - picture alliance/arkivi
picture alliance/arkivi

Mittenwalde - Moritzkirche

In Mittenwalde hat Theodor Fontane nur ein Ziel: Die Kirche St. Moritz, in der der berühmte Kirchenlied-Dichter Paul Gerhardt Probst war.

Blick auf das königliche Schauspielhaus
picture alliance/arkivi

Berlin - Schauspielhaus am Gendarmenmarkt

Mit 51 Jahren nimmt Theodor Fontane mal wieder einen neuen Job an: Als Theaterkritiker für die "Vossische Zeitung". Er schreibt über die Premieren am Königlichen Schauspielhaus. Und hat keine Angst vor kontroversen Kritiken. 

Historische Ansicht vom Kaffe Kranzler (Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden) - rechts im Bild
picture alliance / arkivi

Berlin - Unter den Linden

Nach einem Besuch im alten "Café Kranzler" geht Effi Briest auf Shoppingtour mit ihrer Mutter. Und schon hier zeigt sich: Die junge Frau hat hohe Ansprüche.

Buckow - Historische Ansicht vom Tornowsee - picture alliance/arkivi
picture alliance/arkivi

Buckow - Bollersdorfer Höhe

Das "vielleicht schönste Landschaftsbild" sieht Fontane von der Anhöhe - und glaubt sogar, eine versunkene Stadt zu erkennen.

Regatta auf dem Scharmützelsee
picture alliance / arkivi

Saarow - Fontanepark

Keinen Badeort, sondern eine gottverlassene Einöde findet Theodor Fontane in Saarow. Aber er erkennt die Schönheit des Ortes.

Kreuzgang, Klosterkirche St. Marien, Kloster Lehnin
picture alliance / Arco Images GmbH

Kloster Lehnin

Das erste Zisterzienserkloster der Mark beschreibt Theodor Fontane ausgiebig in den Wanderungen - und spart dabei nicht an grausigen Volkssagen.

Das von Schinkel entworfene Molkenhaus- akg-images/Herbert Kraft
akg-images/Herbert Kraft

Neuhardenberg

Die Umbenennung von "Quilitz" in "Neu-Hardenberg" ist noch frisch, als Fontane das Schloss besucht. Er bewundert hier frühe Bauten von Karl Friedrich Schinkel.

Blick auf das Schloss und Gut Liebenberg im Löwenberger Land
dpa-Zentralbild

Schloss Liebenberg

"Nipp im großen Stil", findet Theodor Fontane im Schloss Liebenberg. Das ist als Kompliment gemeint. Von diesem "Urväterhausrat" ist nicht mehr viel übrig, aber der Besuch im Schlossgut lohnt allemal.

Haus Huth, ehemals Weinhaus Huth, Alte Potsdamer Straße
picture alliance / akg

Berlin - Weinhaus Huth

Fontane kannte sein Berlin und wusste wo man sich vergnügt. Zum Beispiel im "Weinhaus Huth", das heute noch am Potsdamer Platz steht.

'Barricade und Kampf in der neuen Königsstrasse
picture alliance / akg

Berlin - ehemaliges Königstädtisches Theater

Am 18. März 1848 lässt sich Theodor Fontane von der Revolution mitreißen und wird zum  Barrikadenkämpfer. Der spätere Theaterkritiker stürmt ausgerechnet ein Theater.

Szene aus der "Theodor Tour" nach Caputh
rbb

Caputh

"Das Chicago im Schwielowsee" - ist natürlich eine Übertreibung. Aber Fontane schildert voll Hochachtung Capuths Aufstieg vom Dorf zum Handelsknotenpunkt.

Historische Ansicht des Gamengrunds - Imago/Arkivi
Imago/Arkivi

Gamengrund

Im Blumenthaler Forst wandelt Fontane auf den Spuren des Dichters Schmidt von Werneuchen. Dessen Lieblingsort im Wald war der Gamengrund.

Historische Ansicht vom Kreuzberg / Viktoriapark
picture alliance/arkivi

Berlin - ehemalige Königgrätzer Straße

Von Ehemann und Eltern verstoßen, sucht sich Effi Briest eine Wohnung in Berlin. Sie findet eine Unterkunft mit Blick auf den Kreuzberg. Fontane kennt die Gegend gut: Er hat selbst einige Jahre in der Königgrätzer Straße 25 gelebt.

Friedrich Wilhelm III. mit Familie in Paretz
picture-alliance / akg-images

Schloss Paretz

Wo Königin Luise glücklich war, füht sich auch Theodor Fontane wohl. Von außen wirkt das Schloss auf ihn schmucklos, aber die prachtvolle Inneneinrichtung wiegt das auf.

Landschaft im Oderbruch - dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul

Wriezen

Staunend berichtet Fontane von der Tierwelt im sumpfigen Oderbruch: Tonnenweise Fische und "dicke Säulen von Mücken".

Festung Küstrin (Kostrzyn nad Odra)
picture alliance / Moritz Vennemann

Küstrin - Bastion Brandenburg

Mit einer spektakulären Flucht rettet sich Lewin in "Vor dem Sturm" aus der "Bastion Brandenburg". Historiker vermuten, dass Fontane beim Schreiben die Küstriner Festung vor Augen hatte.

Ansicht mit Belle-Alliance-Bruecke ueber den Landwehrkanal. - Holzstich, koloriert, von A.Merz., um 1895
picture alliance/akg-images

Berlin - Mehringbrücke

Auf dem Weg zum Friedhof begegnet dem Baron Botho das pralle Leben: Vorstadtvergnügen mit Schießbuden, Schwedischem Punsch und Ballonauffahrten. 

Kämpfende Schwäne / Arco Images
A. Trunk / Arco Images

Potsdam - Depothof

Malerisch - mit einem Schuss Grausamkeit - ist das Bild, dass Theodor Fontane vom Rupfen der Havelschwäne entwirft: Erst lassen sie Federn, dann werden sie gefüttert.

Ziegel aus Karwe - picture alliance
picture alliance

Glindow

Detailliert beschreibt Fontane die Lebensumstände der Ziegelarbeiter in Glindow - ein Stück Industriegeschichte.

Schloss Kossenblatt - dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul

Schloss Kossenblatt

Eine Gräfin, die ihr Erbe lieber verfeuert, als es ihrem Sohn zu überlassen - so eine Geschichte lässt sich Fontane natürlich nicht entgehen.

Fontane-Darsteller betritt die Kirche in Neustadt Dosse - rbb
rbb

Neustadt an der Dosse

Neustadt sei eine der Städte, "die beständig verwechselt werden". Fontane schaut genauer hin. Mehr als das berühmte Gestüt interessiert ihn die Kirche.

Fontane und die Rosenkreuzer - rbb
rbb

Schloss Marquardt

Scharlatanerie oder Stimmen aus dem Jenseits? Fontane berichtet von rätselhaften Besuchen in der Dämmerung, die König Friedrich Wilhelm II erhalten haben soll.

Historische Ansicht vom Zeuthener See - picture alliance/arkivi
picture alliance/arkivi

Zeuthener See

Von Köpenick aus unternimmt Fontane mit Freunden einen Segelttörn. Das Ufer des  Zeuthener Sees erscheint ihm dabei als unwirtliche "Wendei".

Ausschnitt aus: Querstraße - Geschichte eines Ehebruchs
rbb

Berlin - Dorotheenstraße

In der Dorotheenstraße 15 lud das Ehepaar Lessing regelmäßig zu einem Salon. Hier traf Fontane auf Elisabeth von Ardenne, die das Vorbild für Effi Briest werden sollte.

Pfarrkirche St. Marien - dpa-Zentralbild
dpa-Zentralbild

Gransee - Pfarrkirche St. Marien

In der Kirche St. Marien besteigt Fontane den Kirchturm, um den "vier Glocken mit dem harmonischen Geläut" möglichst nahe zu sein.

Stadtansicht von Lebus mit Blick auf die Oder - dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul

Lebus

Die Zeit, in der es hieß "Lebus oder der Tod" sei vorbei, schreibt Fontane wehmütig. Er bleibt nur kurz und besteigt dann einen Oder-Dampfer.

Blick vom Teich auf den Ort Pieskow
picture alliance / arkivi

Pieskow - Dorfkirche

Von Saarow setzt Theodor Fontane nach Pieskow über. Er wird es bald bereuen und schimpft auf das "unwirtliche Pieskow, in dem nicht mal mehr ein Grabstein von besseren Zeiten redete". 

Das Schloss Ribbeck in Ribbeck im Havelland. (Quelle: imago/Rech)
imago/Rech

Schloss Ribbeck

Jedes Schulkind kennt den "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" - zumindest die ersten Zeilen. Ein Fontane-Pilgerort nicht nur zur "goldenen Herbsteszeit".

Blick auf das Schloß Eldenburg um 1911
picture alliance/arkivi

Eldenburg

In dem Kapitel über Schloss Quitzöwel schreibt Fontane in "Fünf Schlösser" auch über die Eldenburg. Dort stand die grausame "Judenklemme".

Der Halensee in Berlin
picture alliance / Arco Images GmbH

Berlin - Halensee

Was macht man, wenn man einer Romanze auf die Sprünge helfen will? Eine Landpartie. Die Wahl fällt in "Jenny Treibel" auf Halensee - damals noch weit vor der Stadt.

Der Kleine Markgrafenstein in der Nähe von Rauen - rbb
rbb

Rauener Berge

Viel hatte Fontane schon von den "Markgrafensteinen" gehört - "eines der sieben märkischen Weltwunder". Als er dann vor ihnen steht, ist er enttäuscht.

Ein Schiff mit dem Namen "Heimat" liegt an der Halbinsel Stralau
picture alliance / ZB

Berlin - Stralauer Bucht

Ein Beinahe-Bootsunfall in der Stralauer Bucht bringt den adeligen Botho und die bürgerliche Lene zusammmen. Was folgt sind "Irrungen Wirrungen".

Sophienstraße/Ecke Große Hamburger Straße.
picture-alliance / Berliner_Kurier

Berlin - Große Hamburger Straße

Als "Trockenwohner" bezieht Theodor Fontanes Onkel August eine Wohnung in der Großen Hamburger Straße. Ein Umzug mit Folgen: Hier lernt Fontane seine spätere Frau Emillie kennen.

Reihenhaussiedlung in Fahrland - dpa/Bernd Settnik
dpa/Bernd Settnik

Fahrland

Für die Landschaft kann sich Fontane nicht begeistern, aber für ein Buch: "In der Pfarre zu Fahrland liegt ein Schatz" schreibt Fontane über die "Fahrlander Chronik".

Blick von der Insel Kahniswall - rbb
rbb

Insel Kahniswall

Bei einer Fahrt über den Seddiner See erzählt Fontane die Legende des "Fischer von Kahniswall" - eine Art märkischer Robinson Crusoe.

Straßenpartie mit Blick auf den Lützowplatz
picture alliance/arkivi

Berlin - Lützowplatz

Das Schicksal führt Lene und den inzwischen verheirateten Botho in "Irrungen Wirrungen" wieder zusammen.  Theodor Fontane verlegt die Handlung an den Lützowplatz.

 

Fontane Stock und Zylinder - rbb
rbb

Saarmund

Die verschollene Nutheburg von Saarmund findet auch Fontane nicht. Aber die Flusslandschaft beflügelt auch so seine Fantasie.

Bahnhofsgebäude in Trebbin- dpa/Sascha Steinach
dpa/Sascha Steinach

Trebbin

An Trebbin beißt sich Fontane die Zähne aus: "Menschen, Häuser, Kirche, sie gaben nichts heraus!" - weder Schönheiten, noch Informationen über die verschollenen Nutheburgen.

Grabstein auf Friedhof in Bornstedt - rbb
rbb

Bornstedt

"Wie in einem grünen Korbe" fühlt sich Fontane in Bornstedt. Besonders beeindrucken ihn die berühmten Namen der hier Begrabenen.

Fontane-Grabstein auf dem Friedhof an der Liesenstraße
picture-alliance / dpa

Berlin - Französischer Friedhof

Auf dem Friedhof der Französisch-Refomierten Gemeinde hat das Ehepaar Fontane ein Ehrengrab. Was sonst noch vom Dichterleben übrig blieb, darauf hatte Emilie nach seinem Tod ein strenges Auge.

Fontane Handschrift - dpa
dpa

Kienbaum

Kienbaum, berichtet Fontane hat seinen Namen von einer gigantischen Kiefer, die dort einst stand. Heute steht hier eine neu gepflanzte "Fontane-Kiefer".

Motorboot auf einem Kanal in Brandenburg
picture alliance / Winfried Rothermel

Groß Köris - Modderseen

An Bord der "Sphinx" segelt Theodor Fontane von Köpenick bis Teupitz. Die Reise hinterlässt bei ihm einen tiefen Eindruck.

Fontane-Haus in Schiffmühle - picture-alliance / ZB
picture-alliance / ZB

Schiffmühle - Fontane-Haus

Fontanes Vater lebte vor seinem Tod zurückgezogen in Schiffmühle. Dort besuchte ihn der Sohn. Ein Wiedersehen mit Irritationen.

Effi Briest auf der Schaukel - Illustration von Max Liebermann - Quelle: rbb/Fontanearchiv
rbb/Fontanearchiv

Potsdam - Fontanearchiv

In der ehemaligen "Villa Quandt" liegen nicht nur Manuskripte und Briefe, sondern auch die Haushaltsbücher von Fontanes Frau Emilie. 

Schriftzug am Auswärtigen Amt
picture alliance

Berlin - ehemalige Adlerstraße

Hätte das Elternhaus von Jenny Treibel je gestanden, wäre es heute unter dem Neubau des Auswärtigen Amtes begraben. 

Kahnfahrt im Spreewald - picture alliance / ZB
picture alliance / ZB

Burg im Spreewald

Im "Gasthaus Eiche" speist Fontane nicht nur vorzüglich. Er dichtet auch ortstypische "Leberreime".

Blick auf die Zermützel Brücke
picture alliance/arkivi

Zermützel - Alter Friedhof

Friedhöfe sind für Fontane Fenster in die Vergangenheit: große Namen neben Alltagsschicksalen. Und manchmal auch eine ganz besondere Stimmung - wie hier am Zermützelsee.

Klosterruine in Lindow / Quelle: Jens Kalaene-dpa
Jens Kalaene-dpa

Kloster Lindow

Fontane war so bezaubert von der Klosterruine, dass er Lindow neben der Beschreibung in den "Wanderungen" eine Nebenrolle in "Der Stechlin" gab - als "Kloster Wutz"

Enthüllung des Fontane-Denkmals 1907 - Quelle: Museum Neuruppin
Museum Neuruppin

Neuruppin - Fontane-Denkmal

Theodor Fontanes Sohn Friedrich stand Modell für das Denkmal in Neuruppin. Als es eingeweiht wurde war der Fontane-Kult schon in vollem Gange.