Zum 1. Todestag Gisela May - Der Wunsch, geliebt zu werden, löst die Verwandlung aus

Lebenswelten der Gisela May

Von Ed Stuhler

Sie brillierte in tragischen und komischen Rollen. Schauspiel und Musical, Film und Fernsehen sind gleichermaßen ihr Metier. Wolfgang Langhoff holte sie ans Deutsche Theater. Helene Weigel verpflichtete sie zehn Jahre später am Berliner Ensemble. Bertolt Brecht rückte ins Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit. Als die maßgebliche Brechtsängerin repräsentiert sie die DDR in der Welt.

Im geeinten Deutschland kündigt ihr das Berliner Ensemble mangels passender Rollen 1991 den Vertrag. Sie unterrichtet, singt und spielt weiter. Und gelegentlich noch eine Fernsehrolle, "die bisschen doofe Mutter der Adelheid", sagt sie lachend: die Schauspielerin Gisela May.

Mit Gerd Grasse, Günter Grabbert, Axel Thielmann
Regie: Rainer Schwarz
Produktion: MDR 1999