Andrej Tarkowski; © Sergej Bessmertnij

- Im Spiegel der Nostalgie

Die russischen Jünger des Andrej Tarkowski

Von Mario Bandi

Sieben Spielfilme drehte der russische Regisseur Andrej Tarkowski. Alle sieben sind radikal subjektiv. Ein Affront gegen den strikten Realismusbegriff der sowjetischen Kulturapparatschiks. Nahezu jede Uraufführung führte zu Konflikten und Verboten.

Es gibt nur wenige Menschen, die Tarkowski gut kannten: Marina, seine Schwester, die den Bruder zur Ikone erklärt, Marianna Tschugunowa, seine Assistentin, die ihr umfangreiches Archiv wie einen geheimen Schatz hütet, die Schauspielerinnen Alla Demidowa und Alissa Freundlich und die Filmwissenschaftlerin Olga Surkowa. Ihr Archiv ersteigerte das Tarkowski-Museum in der Kleinstadt Jurjewetz, in deren Nähe der Regisseur geboren wurde. Hier und im winzigen Kurort Pljoss, wo alljährlich Filmfestspiele stattfinden, treffen die russischen Tarkowski-Jünger aufeinander.

Mit Wolfgang Rüter, Florian Seigerschmidt, Robert Dölle, Susanne Barth, Wieslawa Wesolowska u.v.m.

Regie: Mario Bandi
Produktion: Dradio 2016