Lars Ruppel

- "Friss, Reim, oder stirb! - Was sich heute noch reimt"

Ein Slam-Poet sucht nach dem Reim im Hier und Jetzt
Von Lars Ruppel

Gehört der Reim, der einst in der Werbung, vor der Bescherung und in den Poesiealben dieses Landes kultiviert wurde, heute in den Schauschrank der veralteten Kulturtechniken, so wie der Heckenschnitt, das Überprüfen von Kassenzetteln und Moselfahrten?

Poetry-Slammer Lars Ruppel verfasst einen Nachruf auf den noch lange nicht gestorbenen Reim. Er gräbt in den Untiefen des Deutschunterrichts, wo die Freude am Reim irgendwo zwischen schlechten Noten und Pubertät verschüttet wurde. Aufgerieben und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt vegetiert der Reim heute auf Häuserwänden, Werbeschildern oder zwischen weiß-haarigen Zuhörern in Literaturhäusern.

Lars Ruppel hält dagegen und verspricht ein Hochfest auf den Reim, mit Beispielen aus Slam-Poetry, Kleinkunst und Hip Hop.

Regie: Oliver Martin
Produktion: RB/rbb 2017