Heinz Knobloch © imago/Günter Schneider
imago/Günter Schneider
Bild: imago/Günter Schneider

- Mit beiden Augen

Oder: Die Weltsicht des Feuilletonisten Heinz Knobloch

Von Renate Beckmann

Sich an Heinz Knobloch erinnern, heißt, sich an die "Wochenpost" erinnern. In dieser Zeitschrift begann seine Karriere. Für Seite 22 schrieb er Woche für Woche ein Meisterstück der kleinen literarischen Form, das Feuilleton. Die Rubrik hieß "Mit beiden Augen".

Heinz Knobloch wurde etwas gewährt, das im DDR-Journalismus selten war: Er suchte sich seine Themen selbst aus, konnte Mi-schung und Reihenfolge bestimmen. "Unter dem Zwang, pro Jahr 52 Ideen zu haben und verwirklichen zu müssen. Dieser Zwang war Vergnügen, denn ich habe ja nur das geschrieben, was ich wollte. Und wer kann das von sich sagen? Davon wurden 97,77 Prozent gedruckt." Die Zeitschrift gibt es nicht mehr. Das Land, in dem sie erschien, auch nicht. Aber es gibt viele, die sich an ihn erinnern und viel zu erzählen haben.

Regie: Angelika Perl
Produktion: RB/rbb 2009