Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sichten am 3. April 1968 den Schaden in der ausgebrannten vierten Etage des Frankfurter "Kaufhof"; © dpa/Roland Witschel
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Vor 50 Jahren im April: Kaufhausbrandstiftung in Frankfurt/Main - Die Tochter der Terroristin

Von Rosvita Krausz

Wenn Claudia M. versucht, sich an die Zeit zu erinnern, nachdem ihre Mutter verschwunden war, fallen ihr vor allem Fahndungsfotos ein. "Gefährliche Terroristin Jutta M. gesucht. 100.000 DM für den, der einen Hinweis geben kann." – das galt ihrer Mutter. Claudia schämte sich für ihre Mutter und hatte gleichzeitig Sehnsucht nach ihr. Der Vater Ernst P. sorgte für Claudia. Die Mutter kam selten vorbei. Nach dem Attentat auf Jürgen Ponto 1977 war sie ganz verschwunden. 1991 wurde Jutta im Osten verhaftet. In der DDR hatte sie als RAF-Aussteigerin Asyl gefunden und unter falscher Identität eine zweite Familie gegründet.

Autorin Rosvita Krausz hat Mutter, Tochter und Vater getroffen. Unter der Bedingung, ihre Namen nicht zu nennen, waren sie bereit, ihre Geschichten zu erzählen.

Regie: Wolfgang Bauernfeind
Produktion: MDR 2018
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