Präparationskurs der Medizin-Studenten © dpa
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Körperspender - im Dienste der Medizin

Von Rita Kundt

Was nach ihrem Tod geschieht, weiß die 84-jährige Renate A. genau. Ihr Körper wird auf einem blankpolierten Seziertisch landen. Medizinstudentinnen und -studenten werden ihre Leiche untersuchen und daran viel über Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Körpers lernen. "Ich bin zwar anders erzogen, zur Erdbestattung, aber ich glaube, ich bin der Nachwelt eine Hilfe. Es ist also modern und gut, so zu handeln." Am Leipziger Institut für Anatomie werden etwa 40 Leichen jährlich gebraucht, damit die Medizinstudenten akribisch Zellen, Knochen und Organe sezieren können. Für Institutsleiter Prof. Ingo Bechmann sind die Körperspender von unschätzbarem Wert: "Wir brechen ein Tabu. Aus gutem Grund. Weil ärztliches Handeln ohne fundierte anatomische Kenntnisse nicht möglich ist."

Regie: Ulrike Lykke Langer
Produktion: MDR 2018
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