Plakat zu Gemälde "Salvator Mundi"
Bild: imago/UPI Foto

- Erlöser des Kunstmarktes

Wie "Salvator Mundi" zum teuersten Kunstwerk der Welt wurde – von Christian Lerch

Bei einer Londoner Auktion 1958 wird das Bild "Salvator Mundi" für 45 britische Pfund von einem anonymen Privatier gekauft. Es wird Leonardo da Vinci zugeschrieben – Beweise gibt es nicht. Der "Retter der Welt" verschwindet danach für mehr als 40 Jahre von der Bildfläche.

Das Renaissance-Gemälde wird in den alarmgesicherten Räumlichkeiten des Zollfreilagers Genf aufbewahrt. Es ist eines von tausenden Kunstwerken, die zoll- und steuerbefreit in dem grauen, mehrstöckigen Depot lagern. Für die einen ein nützlicher Ort, um Kunstwerke als Investment zu "parken". Für die anderen ein gemauertes Symbol für das Verschwinden von Kunst.

Im November 2017 wird "Salvator Mundi" bei einer Auktion für mehr als 450 Millionen Dollar verkauft und so zum teuersten Gemälde der Geschichte.

Mit: Alina Fritsch, Alexandra Henkel, Katharina Knap, Markus Meyer, Hans Piesbergen
Regie: Christian Lerch
Produktion: ORF/BR 2018