Illustration Suizid: Eine Hand neben verstreuten Pillen (Bild: colourbox.com)
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- Die Tragödie zwischen den Zeilen

Tabuthema Suizid
Von Dorothea Brummerloh

Etwa zehntausend Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Suizid, dreimal mehr als durch Unfälle, Verbrechen oder Drogen. Früher wurden "Selbstmörder" geächtet, ihre Angehörigen ausgegrenzt. Auch wenn sich das geändert hat, bleibt der Umgang mit dem Freitod schwierig. Das spüren die Hinterbliebenen, die sich nicht nur mit dem Verlust eines geliebten Menschen quälen. Wut, Scham, Schuld, Zweifel an der Beziehung zum Toten und an sich selbst gehören dazu.

Schlagzeilen macht solch ein tragischer Tod in der Regel nicht - mediale Aufmerksamkeit, warnen Experten, könnte zur Nachahmung verführen. Wie kann ein offener Umgang mit dem Thema Suizid gelingen, der den Angehörigen hilft, die Tragödie zu überwinden, ohne Verzweifelte anzuregen, sich ebenfalls das Leben zu nehmen?