Gott und die Welt (Matthäikirche spiegelt sich in Neuer Natioanlgalerie) (Foto: JGH)
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- Was am Ende übrig bleibt

Die Zeit zwischen den Jahren

Von Stefanie Pütz

Weihnachten ist vorüber, der Jahreswechsel steht vor der Tür, und die meisten von uns haben ein paar Tage frei. Wir könnten uns also erholen, neue Kräfte tanken, das alte Jahr bilanzieren und Pläne für das neue schmieden. Wenn es nicht so viel zu erledigen gäbe! Aufräumen, einkaufen, Weihnachtsgeschenke umtauschen, die Silvesterfeier organisieren – da bleibt keine Zeit zur Besinnung.

Früher zählte die Zeit zwischen den Jahren zu den magischen "Rauhnächten", in denen Untote und Geister ihr Unwesen trieben. Man orakelte herum, wie sich die nächsten zwölf Monate entwickeln würden und zog sich zurück, um die Geister nicht zu stören. Eines hat sich offenbar bis heute gehalten: das Gefühl, sich zwischen den Jahren in einem Ausnahmezustand zu befinden.