Der katholische Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875-1943); © dpa
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- Berlins erster Heiliger

Der Priester Bernhard Lichtenberg

Von Carmen Gräf

Als Hitler 1933 an die Macht kam, war Bernhard Lichtenberg Dompfarrer und später Dompropst in der Berliner Hedwigskathedrale. Gerade mal einen Kilometer von der Reichskanzlei entfernt, betete er dort seit den Novemberpogromen 1938 jeden Sonntag öffentlich für die verfolgten Juden und für die Gefangenen in den Konzentrationslagern.

Den Nationalsozialisten war der kämpferische Priester schon lange ein Dorn im Auge. Er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und sollte danach in ein Konzentrationslager. Der schwerkranke Mann starb auf dem Weg nach Dachau.

Seitdem verehren ihn die Katholiken als Märtyrer. 1996 sprach ihn die Kirche selig. Nun soll er Berlins erster Heiliger werden. Das Erzbistum treibt diesen Prozess voran mit der Begründung: Lichtenberg sei nicht nur ein Vorbild für viele Menschen, sondern ein Heiliger der Menschenrechte.

Musikliste 17.02.2019 09:04 Gott und die Welt

Berlins erster Heiliger - Der Priester Bernhard Lichtenberg

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Omer Klein, Piano
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