Zuhause gibt es keine Zukunft: Jugendliche auf dem Zuckerrohrfeld; © Andreas Boueke
Andreas Boueke
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- Zuhause gibt es keine Zukunft

Jugendliche Landarbeiter in Guatemala

Von Andreas Boueke

Woche für Woche verlassen Hunderte junger Mittelamerikaner ihre Heimat und ziehen Richtung Norden. Der gefährliche Weg führt auch durch die mexikanische Wüste, willkommen sind die Migranten nicht. Dennoch gehen sie das Risiko ein, denn zuhause sehen sie keine Zukunft mehr. Viele fliehen vor Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt, kriminellen Banden, Dürre und Ausbeutung.

Wer schon in jungen Jahren auf den Zuckerplantagen der Pazifikküste Guatemalas schuften muss, dessen Leben ist vorgezeichnet: Nierenschäden, keine Schulbildung, keine Chance, dem Elend zu entkommen und eine Familie ernähren zu können, Kinder zu haben, denen es einmal besser geht. Kein Wunder, dass viele von einem Neuanfang träumen, im gelobten Land, den USA, weit weg von dem Ruß, der Hitze und dem Staub der abgefackelten Zuckerrohrfelder.