US-Kavallerie verfolgt Native Americans, Lithographie, ca. 1899; © picture alliance/Glasshouse Images
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- Amerikas vergessene Kriege

Warum die First Nation in der US-Geschichte keinen Platz hat

Von Nora Sobich

Amerikas Geschichtsverständnis reduziert sich selbst im 21. Jahrhundert noch auf einen märchenhaften Gründungsmythos, der Unbequemes auslässt. Zentrale Massaker und Schlachten zwischen Weißen und Native Americans sind so gut wie vergessen, die Kriegsfelder oft versteckte Geisterorte.

Einer der ersten dieser aus dem amerikanischen Selbstbild getilgten Konflikte war der "King Philip's War" (1675–1676), der eine Vernichtung etablierte, die sich dann Stamm für Stamm in den folgenden 200 Jahren wiederholte. Auf ein "wahres" Erinnern der kolonialen Vergangenheit wartet das indigene Amerika bis heute.