Der Dichter Stefan George (1868-1933), koloriertes Foto von 1928; © dpa/akg-images
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- "Schön! - obwohl es von George ist"

Der Lyriker Stefan George
Eine Sendung von André Hatting

Stefan Zweig empfand für Stefan George höchste Bewunderung, Rainer Maria Rilke bettelte darum, in seinen Kreis aufgenommen zu werden, und Erich Mühsam schickte ihm sogar ein Widmungsexemplar.

Heute verstellt Georges befremdlicher Personenkult und die unzureichende Abgrenzung vom Nationalsozialismus den Blick auf seine Modernität. Zum Beispiel begeisterte er sich für technische Entwicklungen und erfand fortschrittliche Marketingstrategien für seine Bücher. Außerdem schrieb er die vielleicht ersten modernen Gedichte in Deutschland.

Betrachtungen über einen schwer fassbaren Dichter.

Zum Weiterlesen

Stefan George: "Gesamtausgabe der Werke in 18 Bänden"
Georg Bondi, Berlin 1927-1934

Jürgen Egyptien: "Stefan George. Dichter und Prophet"
Theiss Verlag 2018

Thomas Karlauf: "Stefan George. Die Entdeckung des Charisma"
Pantheon (Random House) 2007

Armin Schäfer: "Die Intensität der Form. Stefan Georges Lyrik"
Böhlau Verlag 2005

Theodor W. Adorno: "Noten zur Literatur"
Suhrkamp 1990 (3. Auflage)

Norbert Hummelt: "Totentanz. Gedichte"
Luchterhand, München 2007

Stefan Breuer: "Ästetischer Fundamentalismus. Stefan George und der deutsche Antomodernismus"
Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1995