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- Blätter, die die Welt bedeuten

Jürgen Werth und die Kulturgeschichte des Papiers

Die Chinesen haben das Papier erfunden. Aber warum so viel? Spätestens im Gutenberg-Zeitalter ist aus Papier ein Grundstoff der Moderne geworden. Prosaischer kann er nicht definiert werden: Ein flächiger Werkstoff, bestehend aus Fasern pflanzlichen Ursprungs.

Trotzdem handelt es sich um eine "magische Substanz". Deren Kulturgeschichte hat das Zeug dazu, sich zu verzetteln: Der Stoff dient der Hygiene und der Poesie. Zu seinen Agenten gehören Lumpensammler, Kaufleute und Schreiber.

Beim Maskenball tritt Papier gern als Blume auf oder als Luftschlange. Und wenn ihm noch feierlicher zumute ist, verwandelt es sich in Konfetti.