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- Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft: Umstrittenes Urteil bestätigt

Gießener Ärztin Kristina Hänel scheitert im Berufungsverfahren
Von Klaus Pradella

Abtreibung ist in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt - Werbung dafür ist strafbar. Die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die auf ihrer Homepage über Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs informierte, kämpft für die Streichung des Paragrafen 219a, vor dem Amtsgericht war sie aber unterlegen. In der Berufungsverhandlung am Freitag hat das Landgericht Gießen nun die Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen bestätigt. Das Urteil dürfte den politischen Streit um den Paragraphen 219a neu anheizen.