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- Weimarer Menschenrechtspreis für Lorena Jenal

Ordensfrau kämpft gegen Hexenverfolgung
Von Rebecca Hillauer

"Als hätte ich zwei Flügel, die mich tragen" - mit dieser Leichtigkeit engagiert sich die franziskanische Missionsschwester Lorena seit über 30 Jahren im Hochland von Papua-Neuguinea, wo sie sich vor allem um vergewaltigte und misshandelte Frauen kümmert und Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr riskiert sie vielfach ihr Leben. Inzwischen wird sie auch von einem hochrangigen Polizisten bedroht, weil sie mit der Dokumentation eines sogenannten Hexenprozesses die massiven Menschenrechtsverletzungen und die Tatenlosigkeit der Behörden anprangert.

Die Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises am 10. Dezember ist verbunden mit der Hoffnung, eine kaum beachtete Art der Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen.