kulturradio-Motiv: Frau_Buch; Bild: rbb

- Mitschnitt: Gendergerechtigkeit in der Literaturszene

Wie geschlechterneutral sind Kritiken und Besprechungen?
Von Sigrid Hoff

Wie gerecht geht es im Literaturbetrieb zu?
Das Projekt "Frauen zählen" kommt zu verblüffenden Erkenntnissen: Zweidrittel der Rezensionen großer Medien befassen sich mit von Männern geschriebenen Büchern. Während Rezensentinnen relativ ausgewogen Männer und Frauen rezensieren, rezensieren Rezensenten zu Dreivierteln Männer. Die Liste ließe sich fortsetzen und auf Literaturpreise, Stipendien, Auszeichnungen übertragen.
Wie kann das sein, dass sich gerade im Literaturbetrieb noch so wenig an der Ungleichbehandlung der Geschlechter geändert hat? Und was sind die erfolgversprechenden Strategien für Männer und Frauen, sich aus den alten Gewohnheiten und Strukturen zu lösen?
Darüber wurde am 1. Dezember 2018 auf dem BRANCHENTREFF LITERATUR in Berlin im Haus der Kulturen der Welt diskutiert.

Auf dem Podium saßen:

Valeska Henze von dem Verein Bücherfrauen,
die Autorin Alina Herbing, der Literaturkritiker Dirk Kniphals von der taz und
Herausgeber Ekkehard Knörig vom „Merkur“.
Die Moderation hatte Shelly Kupferberg.
Wir senden einen Mitschnitt der Veranstaltung.