Krzysztof Urbański; Foto: © Fred Jonny Hammeroe
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Konzerthaus Berlin - Krzysztof Urbański dirigiert das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

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Und Johannes Moser gibt den Till Eulenspiegel.

In Lutosławskis Cellokonzert versucht der Solist, sich gegen Gewalt und Aggression der Umwelt mit Witz und Virtuosität zu behaupten. Dafür braucht es mehr als tolle Technik, es braucht inneres Erfassen und Schauspieltalent. Alles bringt Johannes Moser mit – und berückt und verzaubert.

Dabei ist das RSB mit Krzystof Urbański ein wunderbarer Partner, die Klanvielfalt, die Präzision, die gestische Geschliffenheit sind auch hier sehr beeindruckend und mitreißend. Besser kann man dieses Stück nicht spielen.

Stalin ist tot, 1953. Nach acht Jahren sinfonischem Schweigen macht sich Schostakowitsch sofort an seine 10. Sinfonie. Sie ist Zeugnis des langsamen sich Orientierens, der verwundeten Seelen, der Ermordeten, der Gewalt, der Hoffnung. Sie ist angesichts einer Verklärung Stalins im heutigen Russland, angesichts der Verblödung und Manipulation der Massen im ehemaligen Ostblock und darüber hinaus plötzlich wieder hoch aktuell. Auch hier glänzt das RSB nicht nur spieltechnisch, sondern mit innerer Anteilnahme, hohem Engagement.

Krzystof Urbanski ist zu Recht auf dem Weg in die Oberklasse der international gefragten Dirigenten. Ein wenig mehr Freiheit in großen melodischen Verläufen, das ist alles, was ihm an diesem Abend noch fehlte.

Clemens Goldberg, kulturradio

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