Das Mandelring Quartett
Konzertdirektion Andrea Hampl; © Uwe Arens
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Philharmonie Berlin - Mandelring Quartett

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Sie sind vier Individuen mit dem gemeinsamen Willen, den Kern der Musik zu ergründen: Das Mandelring Quartett. Zu dem zweiten Konzert ihres aktuellen Berlin-Zyklus haben sie sich Unterstützung geholt: Wilfried Strehle.

Als Quartett waren die "Mandelrings" nur kurz in jeder Hälfte zu Anfang zu hören, aber wie! Kurtágs Miniaturen erfordern höchste Konzentration und größte Wandelbarkeit – von einem Moment zum anderen eine neue Herausforderung. Diese Musik fokussiert das Hören, sie ist hoch präzise und bereichernd. Das Quartett spielte sie mustergültig.

So führte die Hommage an Mihály András in das herrliche C-Dur-Streichquintett Mozarts. Wilfried Strehle setzte sich hörbar vergnügt ins gemachte Bett, im Andante trat er dann hervor und zeigte, dass er eigentlich einer ganz anderen Instrumentalgeneration angehört, schließlich hat er noch Karajan als Solo-Bratscher erlebt. Faszinierend!

Wilfried Strehle
Bild: Konzertdirektion Andrea Hampl; © Dieter Blum

Neue Welt

Die Hommage an den großen Kontrapunktiker des 15. Jahrhunderts, Jakob Obrecht, führte in eine gänzlich gegensätzliche Welt: schmachtende und weit gespannte Melodien in Dvořáks "amerikanischem" Streichquintett. Strömend, pulsierend, orgiasitsch erklingen die böhmisch verwandelten amerikanischen Melodien.

Wer an diesem Abend die Hälfte der Sitze im Kammermusiksaal leer ließ, ist selbst Schuld!

Clemens Goldberg, kulturradio

Weitere Rezensionen

Gemäldegalerie am Abend; © dpa/Schoening Berlin
dpa/Schoening Berlin

Gemäldegalerie - "Notturno"

Kammermusik im Dialog mit Räumen und Exponaten: Gestern Abend startete die Kammermusikreihe "Notturno" des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bereits in die neunte Saison.

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