Yutaka Sado
Konzerthaus Berlin; © Werner Kmetitsch
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Konzerthaus Berlin - Konzerthausorchester mit Yutaka Sado, Anika Vavić und Ralf Forster

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Mehrere Jahre war der japanische Dirigent Yutaka Sado Assistent von Leonard Bernstein und "Conductor in Residence" bei dessen Pacific Music Festival in Sapporo. Die Verbundenheit drückt sich auch in dem Programm aus, dass Sado nun mit dem Konzerthausorchester präsentiert.

Yutaka Sado war einmal Assistent von Leonard Bernstein. So gelingt es ihm mühelos, die verschiedenen Formationen des Konzerthausorchesters in den richtigen Swing zu versetzen und ihnen die absolute Freude an Bernsteins Musik zu vermitteln. "Jazz Fugue and riffs" gerät so zum Höhepunkt, besonders die Damen am Saxophon mit der kaum also solche erkennbaren Fuge wussten zu begeistern.

In "On the Town" vermittelte sich das Großstadtleben New Yorks, das bessere Amerika, das man angesichts der aktuellen Politik nicht vergessen sollte. In "Divertimento" feierte sich damals das Boston Symphony Orchestra, heute das Konzerthausorchester. Das Konzerthausorchester als Big Band, hinreißend!

Große Spielfreude

Zuvor führten das Orchester und die Solistin Anika Vavić sehr musikantisch und auch mit großer Spielfreude durch die Variationen über die 24. Caprice von Paganini des russischen Komponisten Rachmaninow, der gleichwohl 1934 sehr amerikanisch klang. Eine Mischung aus Tschaikowsky und Glamour, die 1934 nicht ungewöhnlich war, aber heute doch eher amüsiert.

Schließlich eingangs herrlichste Streicherklänge in Elgars "Serenade", auch hier wirkte Sado als feinster Aushörer und fließender Gestalter. Was war die viktorianische Liebe der Oberklassen doch scheinbar unbeschwert!

Clemens Goldberg, kulturradio

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