The Gundula-Janowitz-Edition © DG | Montage: rbb
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Gesang - The Gundula-Janowitz-Edition

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Im August wird sie 80 Jahre alt, eine der ganz großen deutschen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts – Gundula Janowitz. Die Deutsche Grammophon hat ihr deshalb eine Box mit 14 prallgefüllten CDs gewidmet.

Sie war die große Lyrische in deutscher Sprache schlechthin und für viele die Agathe in Webers Freischütz schlechthin, für andere die ultimative Mozart-Sängerin der Sechziger und Siebziger Jahre. Eine Sopranistin, die ihr Vibrato perfekt im Griff hatte, ihr Gesang war ein kristallklares Strömen in der Mittelage. Der Gesang entrollt sich elegant, wird niemals stählern, bleibt immer seidig, und ihre Spitzentöne sind von atemberaubender  Reinheit.  

Eine wilde Mischung

Man hat natürlich auf 14 CDs eine Menge Möglichkeiten, diese Stimme gut und umfassend abzubilden, und das passiert auch, aber insgesamt schießt die Konzeption in meinen Augen etwas übers Ziel hinaus. Es ist eine wilde Mischung aus originalen LPs und Ausschnitten aus Gesamtaufnahmen. Das Ganze ist ungeschickt gelöst, weil oft die Ausschnitte oft nur unauffällig abgesetzt an den Originalplatten drankleben

Für Fans ein Muss

Auf den CDs sind viele Originalcover zu sehen. Das gibt dem Ganzen einen gewissen Vintage-Charme, bleibt aber ein Ärgernis, wenn nicht drin ist, was draufsteht. Von den legendären Gesamtaufnahmen des Fidelio, der Schöpfung, des Lohengrin gibt es nur die Janowitz-Momente (und auch nicht alle). Hätte man da nicht noch drei, vier CDs mehr dazu packen können, um diese Gesamtaufnahmen ganz zu bringen? Um dafür vielleicht nur eine Interpretation bestimmter Nummern zu dokumentieren? Die vier letzten Lieder von Strauss hätten mir einmal gereicht.

Doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Wer Gundula Janowitz kompakt haben möchte, ist hier bestens bedient. Fast alle Aufnahmen stammen aus ihrer großen Zeit. Es gibt nichts sensationell Neues zu entdecken, doch einiges so zu konzentriert zu haben ist wirklich schön, vor allem die Schubert-Lieder, die hier auf immerhin 4 CDs versammelt sind. Für Fans ein Muss: Das Originalalbum mit den Mozart-Konzertarien  (superb und von Ewigkeitswert) und die Platte mit Weber- und Wagnerarien unter Ferdinand Leitner. 

Mattthias Käther, kulturradio

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