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Alte Musik - Dietrich Buxtehude: Triosonaten op. 1 für Violine, Viola da gamba und Basso continuo

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Fast vier Jahrzehnte lang - von 1668 bis zu seinem Tod 1707 - bestimmte Dietrich Buxtehude als Organist der Lübecker Marienkirche das Musikleben dieser Hansestadt und prägte gleichzeitig mit seinem Kompositionsstil eine ganze Musikergeneration. Neben zahlreichen Vokal- und Orgelkompositionen hinterließ er auch eine Reihe beeindruckender Kammermusikwerke.

Zwei Sammlungen mit je sieben Sonaten für Violine, Viola da gamba und Basso continuo ließ er 1694 bzw. 1696 in Hamburg drucken. Diese Kompositionen sind geprägt von scharfen Kontrasten und gelten damit als Paradebeispiele des "Stylus Phantasticus" in der Ensemblemusik, einem Stil, der laut Definition von Johann Mattheson die "allerfreieste und ungebundenste Satz-, Sing- und Spiel-Art" darstellt. Auf engstem Raum wechseln häufig Tempo und Taktart sowie Lautstärke und Satzweise.

Eine wunderbar homogene Einheit

Jonathan Cohen hat die sieben Sonaten der ersten Sammlung Buxtehudes nun mit seinem Ensemble Arcangelo neu eingespielt. Er selbst sitzt am Cembalo und wird im Continuo vom Lautenisten Thomas Dunford verstärkt. Die obligaten Partien übernehmen Sophie Gent (Violine) und Jonathan Manson (Viola da gamba). Diese vier Musiker bilden eine wunderbar homogene Einheit, in der alle Stimmen klanglich gleichberechtigt sind.

Insbesondere die beiden Solostimmen Violine und Viola da gamba ergänzen sich hervorragend, was beim unterschiedlichen Klangvolumen dieser beiden Instrumente keine Selbstverständlichkeit ist. Die vielfältigen Kontraste der Sonaten werden von Arcangelo wirkungsvoll herausgearbeitet, auch wenn man sich an einigen Stellen vielleicht noch schärfere, "phantastischere" Differenzierungen wünschen würde.

Plastischer und authentischer Klang

Hervorzuheben ist schließlich in ganz besonderer Weise der hervorragende Sound dieser Aufnahme. Die vier Instrumente klingen so authentisch und plastisch, dass man sich beim Hören praktisch im Zentrum des Quartetts wähnt.

Bernhard Schrammek, kulturradio

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