Nina Kotova: Rachmaninov, Prokofiev – Cello Sonatas
Bild: Warner Classics

Kammermusik - Nina Kotova: Rachmaninov, Prokofiev – Cello Sonatas

Bewertung:

Die russische Cellistin Nina Kotova hat in den 1990er Jahre nicht nur Cello gespielt, sondern als Topmodel "Ninka" auf den Laufstegen der Welt auch Mode von Lagerfeld oder Armani präsentiert. Auf ihrer neuen CD steht aber vor allem die Schönheit russischer Kammermusik im Mittelpunkt.

Was verbindet die drei russischen Komponisten auf dieser CD? Rachmaninov, Prokofiev und Tschaikowsky waren allesamt ausgezeichnete Pianisten, sie haben jeweils mehrere bedeutende Klavierkonzerte geschrieben. Sergei Rachmaninov hat im Jahr 1901 aber nicht nur sein berühmtes "Rach 2"  uraufgeführt, sondern auch die Sonate für Violoncello und Klavier op. 19 - beseelte spätromantische Musik, die vielleicht sogar eine noch größere Intensität erreicht als das Klavierkonzert.

Russische Seele

Die "russische Seele" meint Nina Kotova, lasse sich überhaupt nur über das Gefühl begreifen. Mit größter Leidenschaft und einem dunkel-singenden Ton gestaltet sie die Musik der drei von ihr verehrten russischen Komponisten. Dabei wird sie vorzüglich unterstützt von ihrem Klavierpartner Fabio Bidini, der die enormen Schwierigkeitsgrade der jeweiligen Klavierstimme mühelos meistert. Bidini hat früher an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" gelehrt, ist gegenwärtig Professor für Klavier in Köln.

Makellose Eleganz

Die 1969 in Moskau geborene und am dortigen Konservatorium ausgebildete Cellistin hat in den 1990er Jahren in New York ein zweite Karriere begonnen, hat als Topmodel "Ninka" auf den Laufstegen der Welt Mode präsentiert. Die Eleganz ist und bleibt das "Markenzeichen" auch der Musikerin Nina Kotova,  deren makellos schönes Spiel besonders in den Salonstücken von Peter Tschaikowsky zur Geltung kommt.

Hans Ackermann, kulturradio

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