Cecilia Bartoli, Sol Gabetta: Dolce Duello; Montage: rbb
Bild: DECCA

Arien - Cecilia Bartoli | Sol Gabetta: "Dolce Duello"

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Da haben sich zwei gefunden: Auf ihrem neuen Album hat sich die italienische Mezzo-Diva Cecilia Bartoli mit der argentinischen, in Berlin lebenden Cellistin Sol Gabetta zusammen getan.

Beide Künstlerinnen sind, so kann man fast sagen: Selfmade-Stars, die ihren Beruf neu definiert und das Feld (besonders im Fall der Bartoli) mit fast jedem Album völlig neu aufgerollt haben. Durch Lachlust und Temperament passen die Damen gleichfalls gut zueinander.

Die kreuzbunte Melange will eigentlich den Aufstieg des Cellos vom Ensemble- übers Begleit- bis zum Solo-Instrument nachzeichnen. Deshalb steht am Ende hier ein Cello-Konzert von Boccherini. Dann weicht man aber doch vom Weg der Bologneser Schule um Dominico Gabrielli wieder ab, um Ersteinspielungen des römischen Antonio Caldara und des neapolitanischen Nicola Porpora mit einbeziehen zu können. Händel springt auch noch drin rum. So dass man das Ganze doch eher als Eisbombe bezeichnen möchte, von der man vielleicht nicht satt wird. Die aber trotzdem lecker ist.

Cecilia Bartoli, Sol Gabetta; Foto: DECCA
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Entsprechend sieht das Album auch aus. Im schulterfreien Abendkleid vor blauem Horizont sitzen die beiden in vollendeter guter Laune auf dem Fahrrad (mit Cello in der Hand). Das passt alles nicht recht zusammen, sondern verrät den – durchaus redlichen – Wunsch, der großen Schallplattenfirma, die von ihnen lebt, zur Abwechslung mal wieder einen Verkaufserfolg zu bescheren. Von mir aus.

Nur: Ernster als sich das Album selber nimmt muss man es auch nicht machen.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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