Martinů: "Madrigals"; Montage: rbb
Bild: Supraphon

Chormusik - Martinů: "Madrigals"

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Der Kammerchor "Martinů Voices" hat eine CD mit Madrigalen und anderen Liederzyklen von Bohuslav Martinů herausgegeben, die der tschechische Komponist von 1934 bis kurz vor seinem Tod 1959 komponiert hat.

Es sind 6 Liederzyklen auf der CD enthalten, deren Texte großenteils aus der Volkspoesie stammen. Drei Liederzyklen hat er als "Madrigale" bezeichnet, was zeigt, dass er sich an der alten Madrigalkomposition orientiert hat. Dennoch bringt er seine eigene Sprache ein, die vor allem von Smetana und Dvořák, von der Volksmusik und von Debussy beeinflusst ist, wie er selber sagte.

Bohuslav Martinů hat viel für Chöre komponiert, sich aber nicht als Chorkomponist verstanden – auch, weil er dazu zu bescheiden war.

Allerdings baten ihn etliche Chöre um Chorwerke und haben diese oft und gerne aufgeführt. So gibt es Chormusik für viele Besetzungen: für Männerchor, für Frauenchor, für gemischten Chor, a cappella oder mit Begleitung – mit oder ohne Solostimme.

Überzeugend und mit Leben erfüllt

Der 2010 gegründete Kammerchor "Martinů Voices" führt vor allem Werke des 19.–21. Jahrhunderts auf, singt aber auch Chorwerke aus anderen Epochen. Dem Werk von Bohuslav Martinů ist er natürlich besonders verbunden.

Der Kammerchor hat eine andere Klangvorstellung als unsere Chöre – er singt mit viel Vibrato und nicht sehr homogen, mehr wie eine Solistenvereinigung. Auch wird die Intonation manchmal nachjustiert.

Andererseits packt der Chor die Musik und die Texte mit viel Biss an, sodass alles stimmig wirkt. Und der Chor schafft es auch, das Musikantische dieser Lieder deutlich werden zu lassen und die phantasievollen Harmonien, Rhythmen und Wendungen mit Leben zu erfüllen – er singt lebendig, natürlich und überzeugend.

Martinůs Frau sagte einmal, dass sich bei seiner Musik der Himmel öffne. Und das spürt man auch in diesen Interpretationen.

Astrid Belschner, kulturradio

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