Twiolins: Secret Places; Montage: rbb
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Kammermusik - Twiolins: "Secret Places"

Bewertung:

Als "Twiolins" spielen Marie-Luise & Christoph Dingler Musik für zwei Violinen von verschiedenen zeitgenössischen Komponisten.

Seit 2009 schreiben die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler in Mannheim einen Kompositionswettbewerb aus. In der Jury des Wettbewerbs sitzen so renommierte Geiger wie Christoph Poppen, früher Rektor der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" oder der russische Violinist Aleksey Igudesman. Im Anschluss an diesen im Dreijahres-Rhythmus stattfindenden "Crossover Composition Award" werden die Preisträger und ausgewählte Teilnehmer mit ihren Werken auf einer CD präsentiert.

International

Beim letzten Wettbewerb im Jahr 2015 haben mehr als 300 Komponisten aus aller Welt ihre Werke eingereicht. Darunter renommierte Komponisten wie Alexander Gonobolin, dessen "Metamorphosis" auf dem Album ebenso vertreten ist, wie auch die Werke der beiden jüngsten Teilnehmer, Benjamin Heim und Levent Altuntas, beide geboren im Jahr 1994.

Christoph Dingler und Marie-Luise, Violine; © Twiolins
Bild: Twiolins

Progressiv

"Progressive classical music" heißt das Genre, das sich mit dem Wettbewerb etabliert hat – moderne Kammermusik, ohne die derzeit so beliebte Elektronik. Aber auch ohne klangliche Grenzüberschreitungen, wie sie für die Avantgarde typisch sind. Stattdessen sind deutliche Anklänge an Minimal Music und Neoromantik hörbar, dazu Spuren von Pop, Rock und Folklore.

Die insgesamt 13 Titel werden lebendig, mit größter spieltechnischer Präzision und  klanglicher Phantasie vorgetragen. Das Album klingt hervorragend, produziert hat es Christoph Dingler selbst. In der Musikstadt Mannheim kann man sich schon jetzt auf den nächsten Wettbewerb im Jahr 2019 freuen.

Hans Ackermann, kulturradio

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