Ulrich Zeitler: Veni Sancte Spiritus; Montage: rbb
Bild: MDG

Kirchenmusik - Ulrich Zeitler: "Veni Sancte Spiritus"

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Ulrich Zeitler hat eine neue CD unter dem Titel „ Veni Sancte Spiritus“ für 6-stimmigen Chor und Begleitinstrumente (Violine, Viola, Klarinette (B), Kontra-Klarinette (Es), Akkordeon und Klavier) herausgegeben.

Es ist eine vielschichtige Vertonung des Pfingsttextes "Veni sancte spiritus". Hier auf der CD werden zwei bekannte Pfingstsequenzen miteinander verschränkt: die aus dem 12. Jahrhundert, die dem englischen Theologen Stephen Langton zugeschrieben wird und im 16. Jahrhundert in unsere Pfingstliturgie aufgenommen wurde und die von Rabanus Maurus, einem Benediktiner-Abt aus Fulda und Erzbischof zu Mainz (780-856). In beiden Pfingsttexten wird nicht nur um den heiligen Geist gebeten, sondern es wird sich auch mit der irdischen Welt auseinandergesetzt und um Beistand ersucht.

Kirchenmusiker, Komponist, Arrangeur und Chorleiter

Der Komponist des Werkes, Ulrich Zeitler, ist ein Schweizer Kirchenmusiker, Jahrgang 1967. Er hat in Freiburg im Breisgau studiert, wo er jetzt auch unterrichtet. Außerdem wirkt er als Korrepetitor am Konservatorium in Biel, ist aber auch Kirchenmusiker an der Herz-Jesu-Kirche in Buchs, beides in der Schweiz.

Professioneller Projektchor

Das Ensemble 333 ist ein Chor, in dem Profi-Sänger aus der Region Liechtenstein, Vorarlberg und Freiburg vereint sind. Es ist ein Projektchor, dessen Aufgabe es wohl vor allem ist, die neuen Werke des Komponisten und Chorleiters Ulrich Zeitler aufzuführen.

Er kennt natürlich die Stärken und Schwächen seines Chores, auf die er seine Kompositionen ausrichten kann. So hat er z.B. etliche Solopassagen für seine Choristen komponiert, die zwar letztlich selten wirklich hervortretenden, sondern eher in den Chorpart eingebettet singen, aber dennoch mit einer Sonderaufgabe betraut wurden. Auch den Instrumenten räumt über die Begleitfunktion hinaus Raum ein.

Neue Kirchenmusik

Wir haben es hier mit einer CD zu tun, die einen durchaus anspricht und in ihren Bann zieht. Und man hört, dass alle Mitwirkenden Freude an der Musik haben, dass sie alle mit Leib und Seele dabei sind, was sich auch ganz gut auf den Zuhörer überträgt. Alle Choristen können mit ihren Stimmen umgehen, lediglich im Sopran hört man zuweilen Registerwechsel …

Ich denke, dass man die Struktur des Werkes noch hörbarer machen könnte. Oft erscheint die Musik als ein verwobenes Klanggebilde, das zwar seinen Reiz hat, der sich aber abnutzt. Dagegen würde z.B. mehr Akzentuierung helfen.

Die Musik klingt für mich zuweilen etwas gewollt. Vielleicht soll darin zu viel vereint werden … In jedem Fall aber wird die Kirchenmusik mit diesem neuen Werk bereichert.

Astrid Belschner, kulturradio

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