Sebastian Bohren spielt Bach, Montage: rbb
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Violine - Sebastian Bohren: Johann Sebastian Bach - Partiten & Sonaten für Violine

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Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach hat sich der Schweizer Geiger Sebastian Bohren für sein Solo-Debüt ausgesucht.

Mit den sechs Partiten und Sonaten für Solovioline hat Johann Sebastian Bach zwischen 1715 und 1720 einen Höhepunkt der Geigenliteratur geschaffen. Für sein erstes Soloalbum hat sich Sebastian Bohren die drei letzten Werke aus diesem Zyklus ausgesucht. In diesem "abgerundeten" Programm könne er auch seine beiden Lieblingssätze präsentieren: die C-Dur-Fuge aus BWV 1005 und die Chaconne -"Herzensangelegenheiten" nennt der Geiger diese beiden Sätze

Chaconne

Bachs berühmte d-moll-Chaconne - Schlusssatz der Partita Nr. 2  - ist ein mehr als zehn Minuten dauerndes Paradestück, das Bohren schon oft im Konzert, aber nun zum ersten Mal auch auf einer CD spielt. Interessanterweise hört man ihn dabei noch auf der Stradivari "King George", die Bohren mittlerweile durch eine Guadagnini-Geige ausgetauscht hat. Das jüngere Instrument - gebaut 1767 - ist auf dem Podium deutlich kräftiger im Ton, die Stradivari darf dafür auf dieser CD noch einmal in allen Cremoneser Klangfarben strahlen.

Sebastian Bohren
Bild: Hans Ackermann

Schätze

"In jedem Ton verbergen sich ganz viele Schatzkisten, die man finden muss" - was Sebastian Bohren für sein Geigenspiel allgemein formuliert, gilt für die drei aufgenommenen Werke in ganz besonderem Maße. Es sind Schätze der barocken Polyphonie, die hier allerdings nur auf einem einzigen Instrument ausgeführt wird. Genau die richtige Herausforderung für diesen hervorragenden Geiger, der bei Hansheinz Schneeberger in Basel studiert hat und nicht zufällig Nathan Milstein als sein grosses Vorbild benennt - einer der größten Geiger des 20. Jahrhunderts, der bis heute für seine Aufnahmen der Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach verehrt wird.

Hans Ackermann, kulturradio

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