From Baroque to Piazzolla © Gallo
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Kammermusik - "From Baroque to Piazzolla"

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Kammermusik für Oboe und Gitarre von Telemann bis Piazzolla, ergänzt von Eigenkompositionen der beiden Interpreten Domenico Lafasciano und Silvano Scanziani.

Mit einer Partita von Georg Philipp Telemann eröffnet das italienische Duo ein freudig strahlendes Album, das sich elegant durch die Jahrhunderte bewegt - und am Ende bei Astor Piazzollas Suite "Histoire du Tango" ankommt.

Professoren

Beide Musiker lehren an italienischen Hochschulen, der Oboist Silvano Scanziani das Fach "Bläserkammermusik", in Mailand, Domenico Lafasciano hatte berühmte Gitarristen wie Alirio Diaz als Lehrer und ist heute selbst Professor für Gitarre im norditalienischen Udine.

Komponisten

Beide Musiker sind auch Komponisten und haben von den insgesamt 26 Werken des Albums rund ein Viertel der Stücke selbst komponiert.  Hinter sprechenden Titeln wie "Midnight in Oslo" oder "Tramonto veneziano" verbergen sich neoromantische Miniaturen, in denen Oboe und Gitarre eine klangschöne Verbindung eingehen.

Kammermusiker

Zu den Höhepunkten des Albums zählen neben den Eigenkompositionen auch eine Reihe durchweg gelungener Bearbeitungen bekannter Duos, darunter  die "Cantilena" aus den "Bachianas Brasileiras" von Heitor Villa-Lobos oder das virtuose "Entracte" von Jaques Ibert. Aus den wenigen Stücken, die original für die Besetzung Oboe und Gitarre  geschrieben wurden, haben die beiden italienischen Musiker die liebliche "Romanze op. 25"  von Napoléon Coste ausgewählt.

Tänzer

Entsprechend dem Titel des Albums endet die CD mit Musik von Astor Piazzolla. Aus dessen 1986 für Flöte und Gitarre komponierter Tango-Suite "Historie du Tango" haben Scanziani und Lasciano den verträumt-tänzerischen zweiten Satz "Cafe 1930" ausgewählt - verblüffend, wie Silvano  Scanziani seine Oboe hier fast wie ein modernes Sopransaxophon klingen lässt.

Hans Ackermann, kulturradio

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