Nadine Sierra: There’s a Place For Us © Deutsche Grammophon
Bild: Deutsche Grammophon

Werke von Bernstein und Villa-Lobos - "There’s a Place For Us"

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Auf ihrer Debüt-CD singt sie amerikanische Sopranistin Nadine Sierra Werke von Villa-Lobos, Bernstein  sowie von weiteren amerikanischen Komponisten. Was ist so gut an ihr?

Die inzwischen 30-jährige, aus Florida stammende Sopranistin Nadine Sierra kennt man in Berlin aus Barenboim-Produktionen wie "Falstaff" (wo sie Nannetta sang) und "Orfeo ed Euridice" (als Amor). Der Eindruck dort war gut, wird aber durch diese Debüt-CD bei der Deutschen Grammophon bei weitem übertroffen. Das liegt daran, dass der glamourös amerikanische, in den hohen Registern zu weilende 'stechende' Sopran hier repertoiremäßig vorzüglich bedient ist.

Die unbekannten Titel aus Bernsteins "Songfest", "1600 Pennsylvania Avenue" sowie Villa-Lobos' "Floresta do Amazonas" und von Ricky Ian Gordon, Christopher Theofanidis und Osvaldo Golijov gibt es nirgendwo besser auf CD. Auch die Hits wie "Somewhere" (aus "West Side Story"), die "Aria (cantilena)" aus den "Bachianas Brasileiras" und Strawinskys Arie aus "Rake's Progress" singt erstklassig gesungen.

Nadine Sierra: den Namen darf man sich merken

Die Höhe scheint mitunter etwas eng. Die Gestaltungskraft bei "Glitter and be Gay" aus "Candide" kommt an ihre Grenzen. Doch auch die (nicht ganz konsequent durchgeführte) programmatische Absicht, den Schmelztiegel amerikanischer Einwanderungstradition musikalisch zu portraitieren, ist erfreulich

So haben wir es hier mit einem ganz erstaunlichen CD-Debüt zu tun, bei dem sich die Künstlerin als exzellent gut beraten erweist (trotz kleiner Geschmacksausrutscher wie dem Titel aus Theofanidis' "The Cows of Apollo"). Den Namen Nadine Sierra darf man sich merken.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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