Schostakowitsch Ensemble: Schostakowitsch - Sämtliche Kammermusik für Klavier & Streicher © Paraty
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Kammermusik - "Schostakowitsch - Sämtliche Kammermusik für Klavier & Streicher"

Bewertung:

Auf zwei CDs passt die vollständige Kammermusik für Klavier und Streichinstrumente von Dmitri Schostakowitsch - das Doppelalbum besteht dafür aber auch ausschliesslich aus Höhepunkten.

Ein ganzes Komponistenleben umspannt das Programm dieses Albums: vom frühen Klaviertrio Nr. 1,  das der junge Schostakowitsch Anfang der 1920er Jahre geschrieben hat, bis zur Viola-Sonate, die 1975 und damit kurz vor dem Tod  des Komponisten entstanden ist. Zwischen diesen beiden Werken sind das Klavierquintett op. 57, das zweite Klaviertrio op. 67 und je eine Sonate für Violine bzw. Violoncello angeordnet. 

Stimmen

Als hervorragender Pianist hat Schostakowitsch sämtliche Werke auch für sich selbst geschrieben und dem Klavier jeweils ausdrucksstarke Streicher-Stimmen hinzugesellt. Etwa in der Violinsonate, in der sich der kanadische Geiger Corey Cerovsek mit spieltechnischer Virtuosität und leicht rauem Ton als hervorragender Interpret erweist.

Namen

Durchaus bekannte Namen finden sich unter den weiteren Musikern des 2006 vom portugiesischen Pianisten Filipe Pinto-Ribeiro in Lissabon gegründeten Ensembles: Isabel Charisius war bis 2008 Bratschistin im Alban Berg Quartett, sie lehrt heute als Professorin in Luzern, Adrian Brendel ist der Sohn des Pianisten Alfred Brendel - und als Cellist überwiegend in Großbritannien tätig.   

Wissen

Sämtliche Werke des Album werden durch die klanglich hervorragende Interpretation zu Höhepunkten, aus denen das Klavierquintett op. 57 und das zweite Klaviertrio op. 67 noch einmal als Hauptwerke herausragen. Im 1944 komponierten Klaviertrio hat Schostakowitsch ein Höchstmaß an Emotionen zum Ausdruck gebracht. Gerade in der kargen Schönheit des Largos zeigen die Interpreten ihr besonderes Verständnis für den zur damaligen Zeit tief trauernden Komponisten.

Hans Ackermann, kulturradio

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